MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Waldemar Schnecke

„Alles kannst du, will’s die Liebe“

Waldemar Schnecke

Diplompädagogin
Diplomingenieur
Würzburger Str. 27
09130 Chemnitz
Fon: 0371/ 514842

Wissen, Können, Neugierde sind die bestimmenden Charaktermerkmale des Ehepaars Schnecke. Beide sind Chemnitzer von Geburt (auch wenn die Stadt ihres Lebens zwischendurch Karl-Marx-Stadt hieß). Ingrid Schnecke, Jahrgang 1941, studierte nach dem Abitur 1959 an der Technischen Hochschule Pädagogik (1959/63). Als Lehrerin für Mathematik und Sport begann sie ihre Laufbahn an der Erweiterten Oberschule „Friedrich Engels“. Im Fernstudium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam erwarb sie dazu die Lehrbefähigung für die Abiturstufe. Als 1970 die gemeinsame Tochter geboren wurde, blieb sie drei Jahre zu Hause, danach begann sie an der Rudolf-Schule (Polytechnische Oberschule). 1990, die politischen Verhältnisse hatten sich geändert, wurde sie zur Direktorin bestimmt. Mit dem neuen Schulsystem 1992 übernahm sie in gleicher Funktion die „Dr.-Theodor-Neubauer-Schule“. Ihr anerkanntes Wirken dort endete 2002 mit dem Übergang in den Rentenbezug. Die stets sportlich aktive Seniorin leitet noch heute eine Sportgruppe mit Gymnastik und Volleyball, mit Fahrten zum alpinen Skilauf in Alpen und Dolomiten, mit Radtouren und Schwimmhallenbesuchen. Das Treffen ihrer Abiturklasse organisiert sie seit 54 Jahren. „Sage nie, das kann ich nicht, vieles kannst du, will‘s die Pflicht. Alles kannst du, will‘s die Liebe, darum dich im Schwersten übe“, wurde zum pädagogischen und menschlichen Credo. Waldemar Schnecke kam 1940 zur Welt. Die Fliegerei hätte ihn interessiert, Flugzeugtechnik wollte er studieren, doch in der DDR war der Flugzeugbau plötzlich obsolet, als er nach dem Abitur 1959 an die Technische Hochschule Dresden ging. So studierte er am zwischenzeitlich zur Universität erhobenen Institut Regelungstechnik, schloss als Diplomingenieur ab. 1965 begann er seine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit beim VEB Numerik Karl-Marx-Stadt, einem Leitbetrieb im Werkzeugmaschinenbau für den ganzen sozialistischen Wirtschaftsraum. Entsprechend international (Richtung Osten) war sein Einsatzgebiet. Bei der späteren Numerik GmbH Chemnitz blieb er bis 1993, wirkte die letzten sieben Jahre für Luft- und Raumfahrt bei der Eurospace GmbH im sächsischen Flöha, ehe er im Jahr 2000 in Rente ging. Die Tochter, zwei Enkelkinder prägten die Familie (Heirat 1966). Die vielen Reisen (über 95 Länder der Welt konnten sie sehen), jeweils von ihm akribisch vorbereitet, schufen einen großen Erinnerungsschatz.
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