MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dipl.-Ing. Gerhard Schneider
Liebe zur Philatelie
Philatelist
98544 Zella-Mehlis
Sein Leben ist wunschgemäß verlaufen. Er ist Werkzeugmacher
geworden und immer gern in diesem Beruf tätig gewesen. Heute pflegt
er sein Hobby, die Philatelie – Dipl.-Ing. i. R. Gerhard Schneider.
In Unterwellenborn/Saalfeld geboren (1943) und aufgewachsen,
macht er nach Abschluss der Mittelschule die Berufsausbildung mit Abitur
als Werkzeugschlosser und absolviert (1962–1967) das Ingenieurstudium
in Jena. Anschließend arbeitet er als Konstrukteur für Betriebsmittel
im Jagdwaffenwerk Suhl und erwirbt 1975 an der Technischen Universität
Ilmenau das Ingenieurdiplom in der Fachrichtung Konstruktion-Technologie-
Feinwerktechnik. 1978 wird er Abteilungsleiter, dann 1990 Leiter
der Hauptabteilung für Betriebsmittel und Sondermaschinenbau. Er hat
ein Faible für Mechanik. Viele Jahre unterrichtet der Ingenieur nebenberuflich
als Dozent an der Fachhochschule Schmalkalden.
Als nach der Wende sein Betrieb abgewickelt wird, ist er das erste Mal
in seinem Leben arbeitslos. Dennoch, sein Optimismus bleibt ungetrübt.
Er nutzt diverse Weiterbildungen und Beschäftigungen, beispielsweise
als Honorardozent. Unter anderem unterrichtet er Gymnasialschüler in
Mathematik. Er ist gern mit jungen Menschen zusammen. „Das erhält
jung und fit“, erklärt er, der auch heute noch gern unterrichtet. In erster
Linie aber gilt seine Liebe der Philatelie. Seit über 50 Jahren sammelt Gerhard
Schneider Briefmarken, zunächst querbeet, heute nach Themen. Am
liebsten beschäftigt er sich mit dem Thema „Rose“. Sie ist die „Königin
der Blumen und der menschlichen Kultur“, weiß er, der zudem auch in
der Gesellschaft „Deutscher Rosenfreunde“ aktiv ist. Als Vorsitzender des
1990 gegründeten Thüringer Briefmarkenverein Suhl-Nord e. V. initiiert
er Ausstellungen zum Tag der Briefmarken, z. B. im CCS zum Thema
„Partner in Europa“ mit Vertretern der Partnerstädte und -vereine, pflegt
die Zusammenarbeit mit Briefmarkenfreunden in Stuttgart und Südtirol
usw. Wichtig ist ihm die Arbeit mit dem Nachwuchs, er will junge Menschen
für die Philatelie gewinnen, sie dafür begeistern und fördern. Für
seine engagierte Arbeit hat er vom Thüringer Philatelistenverband die
Ehrenauszeichnung in Bronze erhalten.
Der 65-Jährige ist stolz auf seine Ausbildung und neugierig auf
weitere, neue technische Entwicklungen. Er diskutiert gern und
wünschte sich, „dass Menschen sich untereinander verstehen“.