MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. (FH) Ursula Schmidt

Liebenswertes Staßfurt

Ursula Schmidt
Ehemalige Dezernentin für Planen und Bauen der Stadt Staßfurt

Dr.-Frank-Straße 12 
39418 Staßfurt
Fon: 03925 / 621860
Fax: 03925 / 621553
Funk: 0171 / 6362443
E-Mail: www-stassfurt(at)t-online.de

Es ist nicht zuletzt ihr mit zu verdanken, dass sich Staßfurt in eine liebenswerte Stadt verwandelte. Was hat sie an langen Arbeitstagen nicht alles in die Wege geleitet. Unter anderem gilt die Baufachkundige als Motor der Stadtsanierung am Königsplatz, als Triebfeder bei der städtebaulichen Entwicklung von Bergschadensgebieten, und auch die Ablösung von Ampelkreuzungen in verkehrswirtschaftlich günstigere Kreisverkehre wäre ohne ihre intellektuelle Handlungsweise nicht möglich gewesen. Unter ihrer Regie wurden die Planung und Realisierung von acht Kreisverkehren durchgesetzt sowie Gewerbe- und Wohngebiete erschlossen. 2002 wurde Ursula Schmidt, geboren am 02.10.1943 in Außig, auf eigenen Wunsch in den Vorruhestand entlassen. Zahllose Kollegen und Mitstreiter machten ihre Aufwartung. Insbesondere Bürgermeister Martin Kriesel, dem Hauptideengeber der von ihr beackerten Stadtentwicklungsvorhaben, kullerte bei seiner Hymne ein Tränchen ins Sektglas, verabschiedete er doch die durch den Titel „Superfrau 2002“ für Politik (Stadtentwicklungspolitik) Geehrte. Beschaut sie sich ihre Lebenssituationen, bezeichnet sie jede einzelne als spannend und bekundet große Dankbarkeit, dass sie nach der Wende beruflich noch einmal alles geben konnte. Schon in frühester Jugend wollte Frau Schmidt ins Bauwesen. Gute Noten in Mathematik und Physik sowie ausgeprägtes logisches Denken unterstützten das Vorhaben und ebneten den Weg nicht direkt ins Baufach, aber in die Ausbildung zur Technischen Zeichnerin. Danach folgten mehrere wahrlich interessante Stationen. Sie begannen 1963 mit dem Studium an der Ingenieurschule Magdeburg zur Maschinenbaukonstrukteurin (Dipl.-Ingenieur (FH)) und setzten sich 1966 im Fernsehgerätewerk Staßfurt fort. Ob als Konstrukteurin, als Lehrausbilderin oder ab 1982 als Verantwortliche für Technologische Projektierung, in allen Arbeitsgebieten hat sie sich wohlgefühlt und weiterentwickelt. Nach der Wende, Anfang 1992, bewarb sich die Akademikerin bei der Stadtverwaltung für die Stelle „Sachgebietsleiter Stadtsanierung“ – und erhielt sie. Nur ein Jahr später der Aufstieg zur Amtsleiterin der Bauverwaltung und somit gleichzeitig der Sprung in die Stellvertretung des Dezernenten, bis sie 1997 nach dem Ausscheiden ihres Vorgängers als Dezernentin selbst das letzte Treppchen erklomm. Leicht waren die Pfade nicht zu beschreiten. Ein Wust von Aufgaben begleitete 1994/95 das nochmalige Fernstudium zum Verwaltungsfachwirt. Ehemann Werner, ebenfalls Dipl.-Ingenieur (FH), Sohn Harald (Dipl.-Lehrer für Mathematik und Physik) und Tochter Stefanie (Dipl.-Betriebswirtin) mussten zurückstecken. Heute düst die Freizeitsportlerin gern mit Ehemann im Wohnmobil durch Deutschland und Europa. Sie unterstützt mehrere Vereine und hat trotzdem noch viel Zeit für ihre Familie und vor allem für die zwei Enkelkinder. Das weitere Wachsen und Gedeihen ihres liebenswerten Staßfurt verliert sie jedoch nicht aus den Augen.
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