MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Waltraud Schmidt

Hochachtung für die ältere Generation

Waltraud Schmidt

Hallesche Str. 9
06193 Petersberg

Waltraud Schmidt, geb. Pfeifer, kam am 27.06.1953 im sachsen-anhaltischen Kaltenmark bei Petersberg zur Welt und verlebte eine unbeschwerte Kindheit. „Das Haus, in dem ich heute wohne, hat eine lange Tradition. Zuerst gehörte es meinem Urgroßvater, dann meinem Großvater, im Anschluss meinen Eltern und jetzt mir“, berichtet sie stolz. „Vater Leopold und Mutter Elli betrieben hier mit der bis über die regionalen Grenzen hinaus bekannten Bäckerei Pfeifer ihr eigenes Geschäft.“ Waltraud Schmidt besuchte bis zur achten Klasse die Polytechnische Oberschule in Krosigk und anschließend bis zur 11.Klasse die Erweiterte Oberschule in Halle. „Ich habe kein Abitur gemacht, da ich mich als Handwerkstochter auf dieser Schule nie wohl gefühlt hatte“, resümiert sie. Stattdessen machte Waltraud Schmidt eine Lehre bei der Stadt- und Saalkreissparkasse Halle, wurde als bester Lehrling ausgezeichnet und durfte nach Moskau und Leningrad fliegen. Im Zuge der Familiengründung wechselte sie von der Sparkasse Halle nach Löbejün, bevor sie sich ganz aus diesem Metier zurückzog. Von 1975–1990 arbeitete Waltraud Schmidt in der Finanzbuchhaltung eines LPG-Büros. „Ich habe in den achtziger Jahren parallel zu meinen Verpflichtungen noch ein fünfjähriges Fernstudium an der Agraringenieurschule Weimar absolviert“, streut sie ein. Im Zuge der Wende beendete sie das Arbeitsverhältnis in der Pflanzenproduktion und begann ein neues in der Tierproduktion, welches aber nicht von Dauer war. Ende 1990 bewarb sie sich auf eine Stelle als Kämmerin der Stadt Löbejün und entschied sich für diese anspruchsvolle Tätigkeit, die sie 25 Jahre mit allen Neuerungen und der Ausweitung auf elf Kommunen, ausfüllte. „Obwohl ich zwischenzeitlich seit 1996 verbeamtet und seit einigen Jahren 1. stellv. Bürgermeisterin der Stadt Wettin-Löbejün geworden war, hatte ich hatte mir vorgenommen, an meinem 25 jährigen Jubiläum aufzuhören“, erzählt Waltraud Schmidt, die diesen Plan zwar in die Tat umgesetzt, aber seitdem auch in Altersteilzeit noch nicht zur Ruhe gekommen ist. „Vielleicht schaffe ich es dann als Rentnerin“, schmunzelt sie, die mittlerweile auch als Oma gefordert ist. Von 1974–1996 war Waltraud Schmidt verheiratet und ist heute von ihrem Mann geschieden. Aus dieser Ehe gehen mit Nico (*1975, Teildienstmitarbeiter in einem Autoghaus und Einzelhandelskaufmann) und Jessica (*1984, Gymnasiallehrerin) zwei Kinder und bisher drei Enkelsöhne hervor. „Ich bin stolz auf meine Familie“, sagt sie. Geprägt von den Eltern, die ihr immer Vorbild waren, hat Waltraud Schmidt große Achtung vor der älteren Generation. Getreu dem Motto: „Ehret die Alten, du bleibst nicht ewig Kind. Du bist, was sie gewesen und wirst einst, was sie sind“, genießt sie das gute Verhältnis zu ihrer Mutter und ehrt das Andenken an den Vater, der bereits verstorben ist. Auch zu ihren beiden Schwestern Roselinde und Luise pflegt sie regelmäßigen Kontakt. In ihrer Freizeit regeneriert Waltraud Schmidt gern bei der Gartenarbeit und hofft, noch lange gesund zu bleiben, um sich an ihrem harmonischen Umfeld und besonders an den Enkelkindern erfreuen zu können.
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