MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Jürgen Schmiedel

„Ich gehe in meine Schule“

Jürgen Schmiedel

Berufsschullehrer
04159 Leipzig
 

Bis heute fühlt sich Jürgen Schmiedel „seiner Schule“, dem Beruflichen Schulzentrum 7, tief verbunden. Am 25.04.1942 hat er in Leipzig das Licht der Welt erblickt. Nach dem Abitur studierte er von 1960-65 Lehramt für Mathe, Physik und Astronomie an der Pädagogischen Hochschule in Dresden. Im Anschluss fand er eine Anstellung an der Gewerblichen Berufsschule Elektrotechnik der späteren Kommunalen Berufsschule in Leipzig – und arbeitete dort für die nächsten 42 Jahre. Nebenbei war er Gastdozent an der Ingenieur-Hochschule Leipzig. Von 1966–1970 studierte er berufsbegleitend Elektrotechnik. Immer schon war er mit Leidenschaft bei der Arbeit. 1975 musste er für sechs Monate zur NVA, durfte dann als Reservist zurück in seinen Beruf. Die Wende brachte ihm persönlich nur angenehme Dinge. Die Zukunft der Berufsschule war gesichert, einerseits dadurch, dass viele betriebliche Ausbildungsstätten aufgelöst wurden, andererseits, weil aufgrund guter Beziehungen zu einer Mainzer Berufsschule schnell ein neues, tragfähiges Schulkonzept vorgelegt werden konnte. War Schmiedel vorher aufgrund seiner SED-Verdrossenheit nicht über die zweite Leitungsebene hinausgekommen, wurde er nach 1990 Stellvertretender Direktor und später Fachleiter. Es wurde großzügig investiert und die Berufsschule entwickelte sich zu einem Vorzeigeobjekt für den europäischen Raum. Schmiedel wirkte maßgeblich am EU-Programm zur Harmonisierung des Berufes Elektroinstallateur mit, bei dem die Berufsschule Deutschland vertrat. Schon zu DDR-Zeiten und bis über die Rente hinaus hat er Prüfungsunterlagen mit entworfen, jahrelang saß er im Prüfungsausschuss der Handwerkskammer. Circa 35.000 Lehrlinge sind mittelbar oder unmittelbar durch ihn betreut wurden. Für sein berufliches Engagement wurde er in der DDR mit der Dr.-Theodor-Neubauer-Medaille ausgezeichnet. 2013 erhielt er die Ehrennadel der Handwerkskammer Leipzig in Bronze. Privat lief es zunächst nicht ganz so rosig. Schmiedel heiratete 1964, im selben Jahr kam Tochter Kerstin auf die Welt. Fünf Jahre später wurde Tochter Anja geboren, doch die Ehe zerbrach. 1984 fand das Glück ihn wieder: Er lernte Rosemarie kennen, eine Finanzkauffrau aus der Nähe von Altenburg, die er 1988 heiratete. Sie brachte aus ihrer ersten Ehe den 1977 geborenen Sohn Alexander mit. Inzwischen freut sich das Paar über vier Enkel und den ersten Urenkel. Als ehrgeiziger Mensch war Schmiedel auch sportlich immer aktiv. Er ist begeisterter Skifahrer, viele Jahre Radrennen gefahren, hat Dreikampf gemacht und ab 1966 bei Lok-Wahren, dem heutigen TSV 1893 Leipzig-Wahren e. V. Fußball gespielt. Er ist Vorstandsmitglied des Vereins, in dem auch Rosemarie engagiert ist: als aktives Mitglied und Kassenwart der Sektion Gymnastik. Für die Zukunft wünschen die beiden sich vor allem Gesundheit, um Haus und Garten noch lange beschwerdefrei genießen zu können.
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