MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gisela und Manfred Schmiedel

Glück kommt von Gelingen

Gisela und Manfred Schmiedel

Fachverkäuferin
Elektromeister
Herrmannstr. 22

04741 Roßwein
Fon 034322 / 41187

Gisela und Manfred Schmiedel sind stolz auf das, was sie in ihrem Leben geleistet haben und glücklich über eine stabile Ehe, die bereits seit 58 Jahren hält. Gisela Schmiedel träumt als Kind davon, einmal Kindergärtnerin zu werden, doch die Mutter rät ihr davon ab. So beginnt sie nach dem Abschluss der achten Klasse eine Ausbildung zur Fachverkäuferin. Trotz der schwierigen Zeit, in die sie hinein geboren worden ist, erinnert sie sich an eine schöne Kindheit. Ihren Mann Manfred lernt Gisela Schmiedel 1953 zunächst im Zug und später bei Tanzen kennen, im Jahr 1958 wird geheiratet, ein Jahr später kommt die Tochter Carola zur Welt. Diese ist staatlich geprüfte Altenpflegerin, kann ihren Beruf jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Sie ist Mutter eines Sohnes. Tochter Ute erblickt 1961 das Licht der Welt. Sie ist inzwischen auch Mutter von zwei Kindern und in der Textilbranche tätig. Der 1965 geborene Sohn Frank ist Werkzeugmacher, arbeitet heute im Strafvollzug im Zuchthaus Waldheim und ist selbst wieder Vater eines Sohnes. Nach der Geburt ihrer Kinder ist Gisela Schmiedel für einige Jahre Hausfrau und arbeitet ab Anfang der siebziger Jahre in der neuerbauten Konsum-Kaufhalle in Roßwein. Das Aus kommt hier im Jahr 1992. Manfred Schmiedel kommt 1935 in Hohenstein-Ernstthal zur Welt und verliert die Mutter, als er ein viertel Jahr alt ist. Er ist das jüngste Kind von fünf Geschwistern, zwei Brüder fallen im Krieg. Nach dem Tod der Mutter nimmt ihn die Tante auf, die er als sehr warmherzig in Erinnerung behalten hat. Manfred Schmiedel geht in Roßwein acht Jahre zur Schule und beginnt 1949 eine Ausbildung zum Elektriker, wo er früh das Improvisieren lernen muss. „Es gab kein Material und es kamen nur sehr wenig Kunden“, erinnert er sich. Als ab 1958 die Elektriker in einer „Produktionsgenossenschaft des Handwerks“ (PGH) vereint werden, wird der ehemalige Ausbilder, deren Vorsitzender. Manfred Schmiedel besucht in den siebziger Jahren sonnabends nach einer harten Arbeitswoche einen Meisterlehrgang. Die PGH wird nach 1990 eine GmbH, so hat Manfred Schmiedel in seinem Arbeitsleben drei Eigentumsformen ein und desselben Betriebes kennengelernt. Auch er denkt heute noch sehr gern an die Kollegialität, die Betriebsfeiern und den Preisskat zurück. Gisela und Manfred Schmiedel freuen sich über vier Enkel und drei Urenkel. „Heute eine intakte Familie zu haben, ist einfach Gold wert“, sagen sie mit Nachdruck. Die Familienmitglieder wohnen größtenteils alle in Roßwein und es kann durchaus passieren, dass in kurzer Zeit mehrere Geburtstagsfeiern anfallen. Die Schmiedels verbringen viel Zeit im Garten, freuen sich über jede Blume, lesen Zeitung, lösen Kreuzworträtsel und erfreuen sich an ihrem Zusammensein.
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