MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ute Schmidt

Ein Hobby ist was für die Seele ...

Ute Schmidt

Bastelladen „Hokus“
Querstraße 14
99867 Gotha
Fon: 03621 / 404189

Nach dem Schulbesuch in Gotha absolviert Ute Schmidt ab 1977 in Nordhausen eine Lehre als Zootechnikerin. Für einige Zeit übt sie diesen Beruf auch aus, muss ihn dann aber zu ihrem Bedauern wegen einer Krankheit aufgeben. Sie fängt als Schmuckgürtler beim früheren VEB Thüringer Schmuck Waltershausen neu an und macht dort zur Jahreswende 1987/1988 ihren Abschluss. Noch vor der Wende wird sie kurzzeitig auch bei der Entwicklung für Modeschmuck der Bijou GmbH eingesetzt, dann folgt mit der Wende ein Jahr der Arbeitslosigkeit. Wie in vielen Fällen ist es der Zufall, der weiterhilft: Sie lernt eine Frau Weise kennen, die Bastelkurse anbietet, Frau Schmidt nimmt daran teil. Man bleibt in Kontakt, und als Frau Weise 1992 in Gotha einen Bastelladen aufmacht, wird Ute Schmidt ihre Angestellte bis 2003. Eigentlich ist sie mehr als nur eine Angestellte, denn sie leitet den Laden, da Frau Weise noch einen Blumenladen hat, und Frau Weise ist auch mehr als nur eine Chefin: Sie ist die Frau, die Ute Schmidt am meisten unterstützt. 2004 ist es dann soweit, dass sie den Sprung in die Selbstständigkeit wagt und in der Querstraße 14 in Gotha ihren Bastelladen „Hokus“ aufmacht. Hokus steht hierbei für Ho(bby), Ku(nst) und U(te) S(chmidt). Kommt man in ihren phantasievoll eingerichteten Laden, fällt einem gleich zu Anfang ein dort aufgemalter Spruch auf, der gleichzeitig auch ihr Leitspruch ist: Ein Hobby ist was für die Seele, es macht Freude und bringt den Ausgleich zum Alltag. Ute Schmidt scheint dies verinnerlicht zu haben, denn man merkt ihr die Freude am Beruf an, und so wundert es auch nicht, dass Basteln ihre Lieblingsbeschäftigung ist. Sie ist kreativ und engagiert. Es sind mehr als ein Dutzend Kurse, die man für wenig Geld bei ihr belegen kann. Und auch das Spielmobil vom Kreisjugendring, das zu den Kindergärten, Schulen und Jugendclubs fährt, um dort mit den Kindern und Jugendlichen zu basteln, freut sich über ihre Anregungen und die von ihr gelieferten Materialien. Im Jahr 2008 holt sie erstmals die von ihr initiierte Eierbörse, eine Veranstaltung mit Kunst rund ums Ei, auch nach Gotha aufs Schloss. Auch der MDR und Gotha TV lassen sich nicht entgehen, wie sie zauberhafte Motive auf ein Ei modelliert, einzigartig in dieser Art. Und auch an dem schönen Kalender mit den Gothaer Motiven, dessen Erlös der Orangerie zugute kommt, ist sie beteiligt. Das Kreative erhalten und fördern, das möchte sie. Stolz ist sie auf ihre beiden erwachsenen Kinder. Ein Dankeschön gebührt ihrem Ehemann, der sie in jeder Weise unterstützt.
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