MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Elfriede Brautzsch

Als Erzieherin glücklich geworden

Elfriede Brautzsch

Schneiderin und Erzieherin
Ernst-Thälmann-Str. 17
09326 Geringswalde

Als Elfriede Kaufmann kam sie 1938 im mittelsächsischen Zschoppelshain (heute Ortsteil von Wechselburg) zur Welt. Ihr Vater arbeitete in einer Ziegelei, die Eltern betrieben nebenbei etwas Landwirtschaft. Mit einer älteren Schwester wuchs sie auf, besuchte die Schule im Nachbarort Topfseifersdorf von 1945 bis 1953. Die zwei Kilometer Schulweg waren auch im Winter zurückzulegen. Gern erinnert sie sich an die Freundin, mit der sie sich im Mandolinenspiel übte. Nach Abschluss der 8. Klasse absolvierte sie eine zweijährige Lehre als Schneiderin in einem Rochlitzer Betrieb für Damenmäntel, dazu besuchte sie die Berufsschule in Mittweida. Als sie ausgelernt hatte, blieb sie noch kurze Zeit im Betrieb, dann nutzte sie die Chance ihrem Wunschberuf näherzukommen. Gern wäre sie Kindergärtnerin geworden, doch die einzige Lehrstelle im Umkreis war schon besetzt. Doch dann bot ihr der Bürgermeister von Zschoppelshain an, den Erntekindergarten zu übernehmen. Bis zu 32 Kinder betreute sie während der Saison. Da sie über den Rat des Kreises angestellt war, wurde sie weiterempfohlen, als Betreuerin in der Lungenheilstätte in Wechselburg einzusteigen. Hier blieb sie mehrere Jahre, doch als die Umwandlung des Hauses in eine Spezialanstalt für geistig behinderte Kinder erfolgte, wurde die Arbeit für sie sehr schwierig. Da kam ihr die Aufgabe recht, in Seitenhain den Hort der Grundschule aufzubauen. Durch die Heirat im Jahr 1960 führte sie ihr Lebensweg nach Geringswalde. Hier konnte sie in der Kinderkrippe (mit Wochenbetreuung) nun für viele Berufsjahre mit Freude arbeiten. Eine Weiterbildung in Mittweida qualifizierte sie für die besonderen pflegerischen und erzieherischen Aufgaben. Später wurde die Wochenkrippe wieder nur Tageskrippe, da entfielen die Zeiten der nächtlichen Betreuung. Bis kurz vor dem Renteneintritt fand Elfriede Brautzsch (wie sie seit der Hochzeit hieß) hier ihre berufliche Erfüllung. Ihr Mann Werner war als Lehrer in Rochlitz tätig, unterrichtete vor allem Chemie und Sport. Beider Sohn Uwe wurde 1966 geboren und trug mit einem Enkelsohn zur Familienerweiterung bei. Im Jahr 1971 folgte Sohn Steffen. Seit 2015 muss Elfriede Brautzsch ihr Leben weitestgehend allein meistern, denn ihr Werner verstarb in jenem Jahr. Auch wenn die gesundheitlichen Beschwerden nun zugenommen haben, bleibt der tapferen Frau die Kraft für den Garten und die Freude an den regelmäßigen Treffen mit ehemaligen Kolleginnen aus ihrer Zeit als Erzieherin. Bei Festen in ihrer Gemeinde engagiert sie sich gern.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz