MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Harald Brede
Mit der technischen Entwicklung Schritt halten
Rentner
Raoul-Wallenberg-Straße 62
12679 Berlin
In der nordhessischen Gemeinde Schwebda kam Harald Brede 1950 auf die Welt. In dem kleinen Ort gab es nur eine Zwergschule, in der mehrere Jahrgänge gleichzeitig unterrichtet wurden, die ersten vier Schuljahre verbrachte er hier. Dem Besuch der Grundschule folgte 1965/69 eine Lehre zum Elektromechaniker bei einer Firma, die Telefone und Uhren herstellte. Später profitierte er davon, dass die mathematischen Fächer bei der Ausbildung eine intensive Rolle spielten. Nach erster Berufserfahrung konnte er an einer Aufbauschule in zwölf Monaten die Mittlere Reife nachholen und dann in zweieinhalbjähriger Weiterbildung am Hessenkolleg den Abiturabschluss erwerben. Harald Brede entschied sich anschließend für den Zivildienst als Betriebselektriker an einer Universitätsklinik. Sein Studium absolvierte er an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität von Frankfurt am Main, schloss 1980 als Diplom-Mathematiker ab. Die aufstrebende Informationstechnologie gewann den Absolventen, setzte ihn in der Programmierung und im Systemsupport ein. Seitdem begleiteten die technologische Entwicklung und der Wandel der Elektronischen Datenverarbeitung Harald Brede durch sein Berufsleben. Vom Großrechner mit Magnetbandspeicherung zum Personalcomputer (PC) ging der Weg. Mit seinen Kollegen entwickelte er die Systeme, mit denen Millionen von Konten verwaltet werden konnten. 1990 erweiterte sich der Datenbestand der von ihm betreuten Fachabteilungen um das Gebiet der Neuen Bundesländer. Bis zum Eintritt ins Rentenalter war Harald Brede als Fachmann anerkannt und gefragt, hielt auch selbst Seminare im EDV-Bereich und qualifizierte sich durch ständige Weiterbildung. Ebenso engagierte er sich im Personalrat seiner Einrichtung.
Mit seiner jetzigen Lebensgefährtin wohnt der Ruheständler seit einiger Zeit in Berlin. Er hilft älteren Mitbürgern bei ihren Computer-Problemen und bringt sich als Wahlhelfer bzw. auch Wahlleiter in das Geschehen vor Ort gern ein.
Der Vater einer Tochter und eines Enkelkindes hatte in seiner Jugendzeit im Verein Fußball gespielt. Später wandte er sich mehr der Leichtathletik zu, organisierte eine Zeit lang auch Wettkämpfe. Noch heute joggt er dreimal in der Woche, um fit zu bleiben für die vielen Reiseziele, die noch vor ihm liegen sollen und die er auf Fotos und Filmen gern umfangreich dokumentiert.