MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Joachim und Christa Schmidt

Hartes Arbeiten von den Eltern gelernt

Joachim und Christa Schmidt

Landwirtschaftlicher Facharbeiter, Mechanisator
Fachverkäuferin, Verkaufsstellenleiterin
Karl-Marx-Str. 16 a
04774 Dahlen OT Börln

Die Landwirtschaft der Eltern bestimmte von früh auf beider Leben, zumal Joachim Schmidt von fünf Geschwistern der einzige Junge war, Christa, geborene Geißler, anfangs der Vater fehlte, der erst im Krieg war, dann durch Lohnarbeit dringend den Finanzbedarf der Familie aufbessern musste. Bereits 14-jährig rief die Feldarbeit, daneben betreute sie den kleinen Bruder. Joachim Schmidt, 1934 in Börln geboren, dessen Eltern einen Dorfgasthof mit angeschlossener Landwirtschaft betrieben, besuchte von 1940 bis 1948 die Schule, dann die landwirtschaftliche Berufsschule, wollte die Fachschule folgen lassen, aber der Vater brauchte ihn auf dem Hof. Als die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) 1960 gegründet wurde, übertrug ihm der Vater die Wirtschaft, zog sich auf den Gasthof zurück. Joachim Schmidt war nun LPG-Mitglied und vor allem im Feldbau tätig, erwarb durch Kurse die Befähigungsnachweise für die Bedienung der verschiedensten Geräte, war Traktorist und Mechanisator, betreute also den Maschinenpark. Gesundheitlich bedingt, wechselte er 1989 in weniger anstrengende Arbeit, war ab 1990 noch ein Jahr in Dahlen in der Saatgetreideaufbereitung tätig, ehe er per Altersübergangsgeld in Rente (1993) ging. Die landwirtschaftlichen Flächen, bei Auflösung der LPG zurückübertragen, wurden an das Landgut Börln verpachtet. Seine Frau Christa kam 1938 im nahen Probsthain zur Welt, doch die Familie wurde schon ein halbes Jahr später in Börln ansässig. Sie besuchte die Schule von 1944 bis 1952, wirkte danach auf dem Hof der Eltern, dann vier Jahre in der Molkerei Falkenhain und nach der Heirat zuerst in der Gaststätte der Schwiegereltern. Dann begann sie ebenso im Feldbau der LPG. Als die Kinder geboren wurden, auch das Kind der Schwester zog sie mit auf, trat sie beruflich kürzer, begann dann im Laden Börln der Konsumgenossenschaft, qualifizierte sich 1973 zur Fachverkäuferin, wurde später als Verkaufsstellenleiterin eingesetzt. Als der Konsum 1993 aufgelöst wurde, konnte sie bei der Betreuung der Pension, von Schwiegersohn und Tochter betrieben, bis zum Renteneintritt 1998 neue Aufgaben finden. 1959 hatten Schmidts geheiratet, die drei Töchter Karin 1959, Ute 1962 und Ulrike 1964 bescherten ihnen inzwischen sieben Enkelkinder. Im mühsam (aber mit Unterstützung von Kollegen und LPG) vom einstigen Stall zum Wohnhaus gewandelten Eigenheim haben sie seit 1967 ihre Zuhause gefunden.
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