MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Karla und Jochen Schmidt

Als Chemie Brot, Wohlstand und Schönheit im Jahr 1958 versprach…

Karla und Jochen Schmidt

Ingenieure für Chemieanlagenbau
Paul-Arnold-Straße 3
09130 Chemnitz
Fon: 0371/ 4016808

…wurde das berufliche Leben von Karla wie von Jochen Schmidt entscheidend geprägt. Doch war nicht der ideologische Optimismus, sondern die konkrete Realisierung der dazugehörigen Anlagen ihr Aufgabengebiet. Karla Schmidt wurde 1943 in Aue geboren, besuchte die Schule zuerst in Lößnitz und legte 1962 in Aue das Abitur ab. Nach einer Lehre und drei Jahren Berufstätigkeit als technische Zeichnerin folgte 1966–1969 das Ingenieurstudium Chemieanlagenbau mit dem Schwerpunkt Projektierung in Bernburg. Beim VEB Chemieanlagenbau im damaligen Karl-Marx-Stadt (seit 1990 wieder Chemnitz) war sie nun für viele Jahre an der Projektierung von Anlagen beteiligt, eine vielseitige Tätigkeit, der sie auch nachgehen konnte, als bei der Privatisierung 1990 sich Struktur- und Aufgabenänderungen ergaben, die die heutige Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH (CAC) fit für den internationalen Markt machten. Zwar wunderten sich viele Kollegen aus westlicher Richtung, dass in diesem Metier, zu dem auch Objektbetreuung gehörte, eine Frau erfolgreich sein konnte. Schon als sie in Altersteilzeit war, wurde sie immer wieder gerufen, bewies ihre Kompetenz bis zum endgültigen Ruhestand 2009. Zwar wurde Jochen Schmidt in Chemnitz geboren (1944), doch wuchs er in Leipzig und Meißen auf, wo er 1963 das Abitur ablegen konnte. Schlosserlehre und Grundwehrdienst standen vor dem Studium, ebenfalls 1966–1969 in Bernburg, ausgerichtet auf Chemieanlagenmontage. In den siebziger Jahren folgte im Fernstudium die Qualifikation zum Diplom-Ingenieur für Plast- und Elastverarbeitungstechnik. Die gemeinsamen Arbeitsjahre beim VEB Chemieanlagenbau, erst als Objekt-, später als Hauptingenieur, sahen ihn jedoch vielfach unterwegs auf den Baustellen der chemischen Industrie. So lernte er die Weiten Russlands kennen, war gerade im sibirischen Tomsk als in Berlin die Mauer fiel. 2011 ging er in den Ruhestand. Zwar steht die Besteigung des Kilimandscharo noch immer aus, doch Wandern, Bergsteigen in Alpen und Kaukasus wurde zur Leidenschaft des Ehepaars (Heirat 1968, eine Tochter), auch wenn die Klettersteige der Dolomiten und der Rennsteiglauf mehr seine Domäne sind. Gemeinsam bewirtschaften sie den 800qm-Garten in Lößnitz. Sie schätzen die erzgebirgische Holzkunst, Jochen Schmidt schuf u. a. sein eigenes Buckelbergwerk im Miniaturformat. Im Förderverein Industriemuseum Chemnitz leitet er die Arbeitsgruppe Werkzeugmaschinen. Sie besucht die Klöppelgruppe im Kulturzentrum Kraftwerk.
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