MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Peter und Erika Schmidt

Ein Handwerker und seine Frau

Peter und Erika Schmidt

Bertha-von-Suttner-Ring 21 18147 Rostock Fon: 0381 / 6865885

Peter Schmidt, 1932 geboren, wollte eigentlich Eisenwarenkaufmann werden. Doch nachdem er die 8. Klasse abgeschlossen und in der Volkshochschule am Abend die 10. Klasse absolvierte, lernte er unterdessen drei Jahre Steinsetzer in einem privaten Betrieb. Seine erste Arbeitsstelle hatte er in der Firma, in der sein Vater einer von drei Teilhabern war, der Straßen- und Tiefbau GmbH Rostock. So kam er in diese Stadt, in das Haus, in dem er seine heutige Frau kennenlernte und 1955 heiratete. Die Zeit der Tätigkeit im Betrieb des Vaters endete durch die „Aktion Rose“ 1953, deren Ziel es war die privaten Betrieb zu verstaatlichen, was auch zur Auflösung der väterlichen Firma führte. Dem Metier blieb er treu, arbeitet in einem Privatbetrieb, später in der PGH Straßenbau. 30 Jahre blieb er diesem Betrieb erhalten, erst als Geselle, ab 1960 als Meister. Als er 1992 in den Altersübergang verabschiedet wurde, konnte er stolz auf die Mitwirkung an vielen öffentlichen Projekten zurückschauen, wie zum Beispiel der Promenade in Warnemünde. Sein Wissen hat er in der Lehrlingsausbildung weitergegeben. Seine Frau erinnert sich heute noch an alle, kennt jeden mit Namen. Er hat den Vorruhestand noch einmal für zwei Jahre unterbrochen, als ein Handwerksbetrieb ihn brauchte, aber indessen genießt er sein Rentendasein und werkelt nun in Haus und Garten. Seine Frau Erika, 1934 geboren, genießt das Zusammensein mit ihm, freut sich, wenn sie beide gesund alt werden. Den größten Teil ihres Lebens hat sie mit ihm verbracht, berufliche und private Höhepunkte geteilt. So die Geburt der Kinder Thomas (1956) und Klaus (1959), aber auch den schweren Verlust des Erstgeborenen durch Tod. Erika Schmidt wollte eigentlich nach der Schule studieren, entschied sich dann aber für eine Lehre zur Drogistin. Ein interessanter Beruf, damals noch mit Giftprüfung zu absolvieren. Sie arbeitete in der HO (Handelsorganisation) und 17 Jahre in einer privaten Drogerie. „Ein schönes Arbeiten war das,“ sagt sie heute. 1987 kündigte sie, war drei Monate zu Hause und erhielt dann das Angebot im Kindergarten der NEPTUN-Werft als Wirtschaftsleiterin anzufangen. Sie nahm an und blieb bis sie 1990 die Altersübergangregelung in Anspruch nahm. Offen, ehrlich und fleißig habe die Schmidts ihr Leben gelebt. Selbst immer auf die Unterstützung der Eltern und Schwiegerelten zurückgreifen könnend, waren auch sie für ihre Kinder Begleiter in allen Lebenslagen.
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