MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. med. vet. Johannes Schmidt
Geradlinigkeit, Prävention und Angelleidenschaft
Tierarzt i. R.
18299 Laage
Offen, freundlich und kontaktfreudig, zeichnet ihn besonders die Geradlinigkeit beim Eintritt für seine Standpunkte aus, die er in zahllosen Ehrenämtern bis heute unter Beweis stellt.
Geboren wurde Johannes Schmidt am 28.07.1936 in Pratau bei Wittenberg. Seinem Acht-Klassen-Abschluss folgten eine dreijährige Ausbildung zum Landwirt sowie der Besuch der Fachschule für Landwirtschaft, die er nach zwei Jahren abbrach. Die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät ermöglichte ihm, das Abitur abzulegen. Im Anschluss siegten sein großes Verständnis und seine Liebe für die Tiere.
Zum Studium der Veterinärmedizin begab sich Johannes Schmidt an die Karl-Marx-Universität Leipzig, legte das Staatsexamen ab und promovierte zum Dr. med. vet.
Pflichtassistenz führte nach Güstrow und Schwerin. Es folgte die Eröffnung der staatlichen Tierarztpraxis II in Laage. Später wurde daraus eine Gemeinschaftspraxis mit drei weiteren Kollegen. 1978 bis 1988 avancierte er zum Leiter dieser Einrichtung.
Hauptaufgabe war die Gesunderhaltung von Großviehbeständen und Haustieren. Vorrangig Präventionsmaßnahmen wurden regelmäßig im Jahresgang durchgeführt. Zuständig für die Einsatzleitung der Veterinäringenieure, zählten Impfungen wie Tuberkoloseuntersuchungen gleichsam zum Aufgabenbereich. War Not am Mann, behandelte Dr. Schmidt natürlich auch Haus- und Kleintiere. Von 1991 bis 1992 ging der Veterinär ein Angestelltenverhältnis bei der Kreisverwaltung Güstrow ein, begab sich dann in den Vorruhestand und ist seit 1997 Rentner.
Auch als Tierarzt beobachtete er permanent Probleme von Landwirtschaft, Natur und Wasser, wobei ihm Letzteres besonders am Herzen und der Fokus darauf liegt, harmonische Verhältnisse im Wasserhaushalt der Landschaft zu erreichen. Drei Jahre agierte er für die CDU als Umweltbeauftragter des Landkreises. In der ersten Legislaturperiode nach der Wende war er Abgeordneter im Stadtparlament und hat die Interessen des Wasser-Boden-Verbandes vertreten. Er arbeitete als ehrenamtlicher Richter im Verwaltungsgericht Schwerin, anschließend zwei Perioden im Finanzgericht Greifswald und übernahm als Mitglied über mehrere Jahre den Vorsitz des Angelvereins Laage e.V. Nach der Wende wurde ihm der erste Umweltpreis des Landesanglerverbandes verliehen.
Privatleben teilt er mit Ehefrau Hannelore, Tochter Sabine,
Dipl.-Betriebswirtschaftlerin, Sohn Thomas, Dipl.-Ingenieur für Thermodynamik und Landwirt sowie drei Enkelkindern. Als leidenschaftlicher Angler träumt er von einem adäquaten Urlaub in Island.