MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dipl.-Ing. Kurt Schmidt
„Papier – sehen, fühlen, erfahren“
Freiberger Büttenpapier
Fischerstraße 15
09599 Freiberg
Fon: 03731 /22726
Internet: www.freiberger-buettenpapier.de
Seine Tätigkeit ist geprägt vom Wissen und Gebrauch des Papiers und seiner Herstellung. Er beschäftigt sich mit der Fertigung handgeschöpfter Büttenpapiere in eigener Werkstatt. Das gibt ihm die Möglichkeit, Schüler, ihre Lehrer, alle Wissbegierigen und Interessierten in die „Geheimnisse“ des Papiers und seiner Herstellung einzuführen. Er gibt seine Kenntnisse über das Papier gern weiter, weil grundhaftes Wissen über Papier im Leben jedes Einzelnen einen sinnvollen Umgang mit diesem Material, entsprechend den Papiereigenschaften, beeinflussen kann. Ein Buch mit dem Titel „Papier – sehen, fühlen, erfahren“, in dem populär, mit wenigen Sätzen die historische und moderne Papierherstellung an projizierbaren Skizzen dargestellt ist, soll zusammen mit herausnehmbaren und vorzeigbaren Mustern dem Papier neue Freunde schaffen. Mit den Mustern soll – mit allen Sinnen wahrnehmbar – die Vielseitigkeit von Papier erläutert werden.
Dr. Schmidt absolvierte seine schulische Ausbildung in Dresden, machte an der Kreuzschule das Abitur und studierte danach an der TU Dresden, Fachrichtung Papiertechnik, mit dem Abschluss als Diplom-Ingenieur.
Nach einem Jahr Tätigkeit im Betrieb als Haupttechnologe und Produktionsleiter in einer Zellstoff- und Papierfabrik arbeitete er vier Jahre als Assistent und Oberassistent am Institut für Papiertechnik der TU Dresden in Lehre und Forschung. Dort promovierte er zum Dr.-Ing.
Er ging, entsprechend seiner technologischen Ausbildung, zurück in die Papierindustrie. Dort arbeitete er über 25 Jahre in leitenden Positionen in mehreren Papierfabriken an der Technologie der Papierherstellung und ihrer Entwicklung. Als temporärer Miteigentümer einer Papierfabrik passte er mit seinen Mitarbeitern das Liefersortiment und die Ökonomie den Marktbedingungen nach der Wende an und sicherte somit den meisten Mitarbeitern ihren Arbeitsplatz. Nach dem Verkauf der Papierfabrik widmete er sich der historischen, handwerklichen Papierherstellung. Er richtete in seinem Haus eine eigene Papierwerkstatt zur Herstellung edler Briefpapiere mit individuellen Wasserzeichen ein, die er seit zwölf Jahren mit Erfolg betreibt. Ein alter Grundsatz Freiberger Papiermüller im 15./16. Jahrhundert „Papier mit hoher Qualität zu erzeugen“, der schon Luther und Melanchthon dazu bewog, ihr Papier aus Freiberg zu beziehen, ist auch sein Leitmotiv und half, sein handgeschöpftes Briefpapier in ganz Deutschland zu verkaufen.