MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Heidrun und Eberhard Schmidt
Ein erfülltes Leben – im Beruf wie im Ruhestand
Dipl.-Lehrerin i. R.
Lehrer i. R.
07356 Bad Lobenstein
Im Selbstporträt besetzt eine Aussage die Spitzenstellung der Agenda seiner Vorlieben: „Ich bin ein großer Freund der Eisenbahn.“ Diese Passion nutzend, sollte die Bahn Grundlage seines beruflichen Werdeganges werden.
Geboren wurde Eberhard Schmidt am 18.11.1934 in Leipzig, wo er auch eingeschult wurde. Ab der fünften Klasse besuchte er die Schule in Ebersdorf und verbrachte die letzten beiden Jahre bis Klasse 10 an der Oberschule in Lobenstein.
Um sich den eigenen Traum, Lok-Führer zu werden, zu erfüllen, absolvierte er in Gera eine Lehre zum Lokschlosser. Mit Feststellung eines Augenfehlers war der Traum ausgeträumt. Eberhard Schmidt begann als Wagenmeister in Gera, war von 1958/60 in Saalfeld eingesetzt und hörte von der Polytechnisierung, welche fortan die Schulen erobern sollte. Lehrer wurden gesucht und als solcher sah er sich in der Zukunft.
Eberhard Schmidt widmete sich im Rahmen eines Sonderstudiums einem zweijährigen Direkt- sowie einem dreijährigen Fernstudium und lehrte schon seit dem dritten Studienjahr in Remptendorf Mathematik und Polytechnik. Ab 1969 in Lobenstein tätig, war seine Lehrtätigkeit auch stets an Klassenleitung gekoppelt. Die Wende stellte Veränderungen in Aussicht. Diese im positivsten Sinne nutzend, nahm Eberhard Schmidt ein Informatikstudium auf und unterrichtete an der Erweiterten Oberschule, welche nach der deutschen Vereinigung in ein Gymnasium gewandelt wurde, bis zum Jahre 2000 Informatik und Mathematik.
In erster Ehe war Eberhard Schmidt 17 Jahre verheiratet. Kurz vor der Scheidung verunglückte der einzige Sohn Fred 16-jährig bei einem Unfall.
1976 heirateten Heidrun und Eberhard Schmidt. Heidrun Schmidt brachte Tochter Susan mit in die Ehe. Die glückliche Familie konnte wachsen und vergrößerte sich um zwei Enkelsöhne.
Heidrun Schmidt war Lehrerin für Deutsch und Russisch. 1987 übernahm sie zusätzlich die Internatsleitung der EOS, an der sie beschäftigt war. Nach der deutschen Vereinigung wurde das Schülerwohnheim geschlossen und bis 2013 war Heidrun Schmidt Lehrerin am Gymnasium.
Eisenbahnen sind aus Eberhard Schmidts Leben noch immer nicht wegzudenken. Bis in die 70er Jahre hinein übernahm er in den Schulferien noch Urlaubsvertretungen als Wagenmeister. Darüber hinaus war er bei der Gesellschaft für Sport und Technik 30 Jahre lang Fahrlehrer und verhalf vielen zur Fahrerlaubnis. Heute informiert sich der Pensionär anhand der Medien über alles, was mit Eisenbahnen zu tun hat.
Heidrun Schmidt liest gern und viel, pflegt Kontakte zu Menschen in der Ukraine, welche der ehemaligen Patenschule in Kiew angehörten, lernt emsig spanisch und nichts wünschen sich Heidrun und Eberhard Schmidt mehr, als die Entwicklung ihrer Enkelsöhne noch lange verfolgen zu dürfen.