MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dora Schmidt
Dorles Geschichte
Graveurin, Krankenschwester und
Einsatzleiterin der Volkssolidarität i. R.
Am Galgenberg 8
08541 Thoßfell
Fon: 03741 / 413354
„Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.“ Aus diesen Worten bezog Dora Schmidt, geboren am 01.11.1938 in Elbing bei Danzig, stets neue Hoffnung und diese hatte sie zeitweise auch bitternötig. Ihre Eltern durchlebten schwierige Kriegswirren. Daraus resultierend kam sie mit nur fünf Jahren zu ihren Pflegeeltern Emma und Hans Munkelt nach Greiz, welche sie liebevoll aufzogen und neunjährig adoptierten.
Sie besuchte die Goetheschule und nahm 1952 beim Buch- Stahlstichdruck Greiz eine Lehre zur Prägerin und Graveurin auf. Während dessen kam es zum Sorgerechtsstreit. Ihre leiblichen Eltern hatten sie gesucht und kämpften gegen die Adoption. Dora Schmidt wurde im Heim untergebracht, durfte letztendlich zu ihren geliebten Pflegeeltern zurückkehren und beendete 1955 die Lehre.
1956 lernte sie ihren Eberhard kennen und heiratete ihn noch gleichen Jahres. Ab 1958 pausierte die junge Mutter für ihre Kinder Diana und Bernd und stieg an der Uhrenfabrik Häßler erneut ins Berufsleben ein. 1968 zog die kleine Familie nach Pirna, wo sie von der Wismut, bei welcher beide zwischenzeitlich arbeiteten, eine Neubauwohnung erhielten. 1972 starb sehr jung ihr Mann.
Immer nach dem Lichtlein suchend, setzte Dora Schmidt ihren Lebensweg in Thoßwell fort, begann bei der Volkssolidarität Plauen im Altenpflegebereich, absolvierte eine Schwesternausbildung und stieg zur Einsatzleiterin auf.
Auch ihren zweiten Mann Wolfgang verlor sie 1996 durch Tod, doch es war ihr vergönnt, mit ihm schöne Jahre verbringen zu dürfen. Beide waren leidenschaftliche Angler. Wolfgang Schmidt hatte den Vorsitz des Angelvereins „Petri Thoßwell“ übernommen, sie fungierte als Kassiererin und ist bis heute Mitglied. Sie gründete und leitete einen Sportverein, gehört heute der Damensportgruppe Thoßwell an und die dienstägliche Gymnastikstunde wurde zum Ritual.
Seit 1997 Rentnerin, kümmert sich die aktive Seniorin um Eigenheim, Haushalt und Garten. Wehwehchen drückt sie einfach beiseite. Das Wort Hilfsbereitschaft ist mit einem großen Ausrufezeichen versehen. Benötigt jemand Unterstützung, heißt es stets: „Lasst uns mal zum Dorle gehen!“ Und Dorle ist hilfreich zur Stelle.
Auch Tierliebe ist ein großes Thema. Leider musste sie Kater Teddy 2015 einschläfern lassen. Danach wurde der Labrador ihrer Tochter zum Liebling. Überhaupt ist sie sehr stolz auf ihre tollen, fleißigen Kinder sowie auf zwei Enkelkinder. Tochter Diana lebt in Zwickau. Sohn Bernd zog es in die Vereinigten Staaten, wo er seinen privaten Handwerksbetrieb betreibt.
Viele Freunde sorgen für Kommunikation und Zeitvertreib und ist wieder einmal Not am Manne wissen sie ja: „Die Dorle macht das schon!“