MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Andrè Schmidt
Familientradition wieder belebt
Industriemontagen Schmidt
Beim Weidige 8
99510 Apolda / OT Oberroßla
Fon: 03644 / 6524529
Internet: www.ims-apolda.com
E-Mail: info@ims-apolda.som
Bereits 1876 hatte Großvater Albert eine Schlosserei eröffnet. Fast fünfzig Jahre später baute er in Apolda ein neues Fabrikgebäude, in das sein Unternehmen umzog. Später übernahm Sohn Günther die Firma und betrieb sie bis zur Schließung 1976. Aus dieser Tradition heraus ergab sich auch der Berufswunsch von André Schmidt: Schlosser. Die entsprechende Lehre im Feuerlöschgerätewerk Apolda wurde ihm jedoch verweigert, da er einen dreijährigen Wehrdienst ablehnte. So absolvierte der 1968 in Apolda Geborene nach der 10.Klasse der Polytechnischen Oberschule „Werner Seelenbinder“ eine zweijährige Lehre zum Transport- und Lagerfacharbeiter im VEB Laborchemie. Nachdem er einige Monate im Lehrbetrieb gearbeitet hatte, entschloss sich André Schmidt doch noch für eine Schlosserlehre. In einer privaten Bauschlosserei seiner Heimatstadt erfolgte von 1987-1989 die Ausbildung. Anschließend blieb er in dieser Firma. Im März 1990 wurde er zum Wehrdienst bei der NVA eingezogen und ein Jahr später - inzwischen war die Vereinigung erfolgt - aus der Bundeswehr entlassen. Er ging nun in die alten Bundesländer und arbeitete dort für eine Möbelspedition als Kraftfahrer. „Ich wollte erst einmal Geld verdienen“, sagt er. Mitte 1994 kündigte André Schmidt, weil er zurück nach Thüringen wollte. Zunächst arbeitslos, erhielt er dann über das Arbeitsamt eine Umschulung zum Berufskraftfahrer, die er ein Jahr später erfolgreich mit IHK- Abschluss beendete. Anschließend fand er jedoch Arbeit in seinem Beruf als Schlosser in einer Großwäscherei in Jena. Auf Dauer war ihm die Tätigkeit hier zu langweilig. Deshalb wechselte er 2002 in eine private Schlosserei bei Eckartsberga und arbeitete dort vier Jahre. Inzwischen trug er sich mit dem Gedanken der Selbständigkeit. André Schmidt besann sich auf die alte Familientradition und gründete am 01.06.2006 das Unternehmen „Industriemontagen Schmidt“, zunächst als Einzelunternehmen in den vorhandenen Räumlichkeiten der ehemaligen Schlosserei seiner Vorfahren. Sein Betrieb, der deutschland- und europaweit agiert, bietet Industrieservice sowie Maschinenbau und stellt Anlagen für den Produkt- und Gebindetransport her. Von der guten Arbeit zeugen Aufträge in Unternehmen wie z. B. Ospelt, Bitburger, Holsten, Tönnies. Auf Grund der Auftragsentwicklung konnte sich „Industriemontagen Schmidt“ stetig erweitern. Heute wird in einer neuen Fabrikhalle am Stadtrand von Apolda gefertigt. Inzwischen beschäftigt er neun Mitarbeiter. Dazu gehören auch seine Lebenspartnerin Ulla, mit der er eine gemeinsame Tochter Stella (2010) hat und die für das Büro verantwortlich ist sowie Sohn René, der Mechatroniker ist und den Betrieb einmal übernehmen soll. Auf die Frage, worauf er bisher in seinem Leben besonders stolz sei, antwortet André Schmidt: „Vor allem auf meine Mitarbeiter und natürlich die Firma“.