MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Elke Schmidt
Das Leben meistern
Medizinisch-technische Assistentin
Amalienstraße 20
13086 Berlin
Fon: 030/ 9818982
Einst hatte sie bewundert, wie die Großmutter ihr Leben gemeistert hat, inzwischen hat sie in privater Freude, Schicksalsschlägen und beruflicher Erfüllung ihr eigenes Leben gestaltet.
Geboren wurde Elke Schmidt 1944 in Klettwitz in der Niederlausitz. Sie wuchs in einer Großfamilie auf, die Mutter ging auf Arbeit, zum großen Teil war sie der Obhut der Großeltern anvertraut. Sie absolvierte nach dem Abschluss der 10. Klasse (mittlere Reife) eine zweijährige Ausbildung zur medizinischen Laborantin. Anschließend studierte sie an der Fachschule in Cottbus, schloss als Medizinisch-technische Assistentin (MTA) erfolgreich ab. Als solche arbeitete sie zuerst im Bergmannskrankenhaus Klettwitz, später im Kreiskrankenhaus Aschersleben, wechselte aber 1969 der Arbeit und der Liebe wegen nach Berlin, wo sie an der Charité anfing und nach einer zusätzlichen Fachqualifikation im Bereich Hämatologie drei Jahre als Assistentin wirkte. Dann wechselte sie in das Zentrallabor einer Poliklinik, wo sie bis 1991 fachlich und menschlich anerkannt, wertvolle Arbeit im Dienst der Patienten leistete. Hauptsächlich wirkte sie bei klinisch-chemischen Blutuntersuchungen und beim Auffinden und Identifizieren von Krankheitserregern. Ihre Aufmerksamkeit galt der Prophylaxe der Patienten ebenso wie der Unterstützung der diagnostischen Arbeit der Ärzte.
Mit der Auflösung der Strukturen der Polikliniken wurde sie 1991 kurz arbeitslos, fand jedoch bald in einer kardiologischen Praxis im Stadtteil Wedding neue Aufgaben, so dass sie weitere zehn Jahre ihrem Beruf nachgehen konnte, bis eigene gesundheitliche Probleme ihrer Berufstätigkeit Grenzen setzten.
Heute lebt sie mit ihrem Mann (Heirat 1970) im Holländerviertel Berlin-Weißensees, ruhig und im Grünen. Ihre medizinische Erfahrung hilft ihr bei der Betreuung des aufgrund gesundheitlicher Probleme im Bewegungsdrang eingeschränkten Gatten. Sohn, Enkelsohn und die Enkelin, mit der sie viel Zeit verbringen darf, sind ihre große Freude. Viel Liebe kann sie nun weitergeben, die ihr die eigene Großmutter einst angedeihen ließ und die besonders die mit Dionys-Syndrom behinderte Enkeltochter braucht.
Lektüre und Musik sorgen für geistige Anregung, die fleißig unternommenen Handarbeiten für körperliche Aktivität.