MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dipl.-Agraring. Friedrich-Wilhelm Schmidt
„Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen“
Selbstständiger Landwirt
Mirower Straße 13
17207 Röbel
Fon: 039931 / 52867
Fax: 039931 / 53569
E-Mail: FSchm47(at)aol.com
Der Röbeler Landwirt Friedrich-Wilhelm Schmidt hat diesen Leitspruch tief verinnerlicht. Er, das vierte von fünf Kindern der Eltern Willi und Marie Schmidt, geborene Hoff, war in einer langen Reihe von Töchtern das, was man heute ein Wunschkind nennt, er war der Stammhalter. Dieser Rolle zeigte er sich schon im Kindesalter auf zupackende Art und Weise gewachsen. Die Leidenschaft seines Vaters und Großvaters für alles, was Landwirtschaft ausmacht, hatte er offensichtlich mit der Muttermilch aufgesogen. Während seiner Schulzeit war er im Stall und auf dem Feld vom Vater mächtig gefordert, aber auch gefördert, denn schon sehr früh hatte er „sein Pferd“, aber auch oft keine Schularbeiten. Dennoch gelang ihm 1963 an der POS Röbel ein guter Abschluss, wollte er doch unbedingt Rinderzüchter mit Abitur an der Betriebsberufsschule Groß Vielen werden. 1966 hatte er nicht nur die Hochschulreife, sondern auch seine Frau Julia-Christine, „Stine“ genannt, sowie, ganz in der Hoffschen und Schmidtschen Tradition stehend, seine erstgeborene Tochter, Michaela, die zweite, Sandra, folgte 1972. Nach dem Diplomstudium an der Universität Rostock gründete die junge Familie 1970 im Dorf Mecklenburg ihr familiäres Heim und ihre berufliche Existenz. Er als Abteilungsleiter Rinderproduktion in der dortigen LPG und seine Stine als Veterinäringenieurin beim Kreisarzt im Hafen Wismar. F.-W. Schmidt wurde 1978 zum Vorsitzenden der LPG Bobitz gewählt. Hier gestaltete er einen soliden Betrieb und wurde als 1. Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates des Kreises Wismar-Land zu „Höherem“ berufen. Das war der eigentliche Knick in der Biografie dieses leidenschaftlichen Landwirts. Mit der Aussicht auf die Übernahme des elterlichen Besitzes war die Wende 1989 eher Lust als Frust. Mit ebensolcher Lust und Tatkraft wurde er erst einmal Melker und Mitglied in der LPG seines inzwischen verstorbenen Vaters und bereitete konzeptionell den Übergang in die 1991 vollzogene Selbstständigkeit vor. Aus den 17 ha ererbten Landes sind 150 ha Eigentumsflächen in seinem 850 ha umfassenden, auf Rinderzucht spezialisierten Betrieb geworden. Die Erträge und Milchleistungen haben sich verdoppelt. Das einst stark sanierungsbedürftige Anwesen in der Mirower Straße 13 wurde von ihm mit so viel Liebe und Hingabe umgestaltet und modernisiert, das es für alle Generationen, die Töchter, die zwei Enkel David und Norah-Marleen und die Schwestern, Christa, Marianne, Lore und Sabine, die Liebe, Geborgenheit und Anziehungskraft „des Hauses der Eltern und Großeltern“ atmet. Friedrich-Wilhelm Schmidt hat so dem, „was er von seinen Vätern ererbt hat“, wahrhaft neue Dimensionen im materiellen und ideellen Sinne gegeben.