MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Monika und Sigert Schlimpert

Ein gutes Blatt im Leben

Monika und Sigert Schlimpert

Lehrerin
Betonfacharbeiter und Meister
Lindenallee 17
09648 Grünlichtenberg

Monika Schlimpert wurde 1954 im sächsischen Frankenberg geboren. Das einzige Kind eines Maurers und einer Zigarrenmacherin wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. War es Spiel oder schon Vorbereitung auf den Ernst des Lebens, wenn sie der Mutter in der Fabrik zur Hand ging? Und so wurde der Geruch von frischem Tabak nachhaltiger Eindruck. Die Frankenberger Polytechnische Oberschule besuchte sie ab 1960, ihr Abitur legte sie 1972 an der Erweiterten Oberschule ab. Schon ab der 7. Klasse war ihre Vorstellung geprägt, einmal als Lehrerin ins Berufsleben einzusteigen. Es folgten vier Jahre Studium an der Pädagogischen Hochschule von Erfurt. Sie entschied sich für die Fächer Deutsch und Russisch. Nach dem Diplomabschluss wollte sie ins Gebiet des Heimatkreises zurückkehren. Ihr Wunsch wurde erfüllt, nur wies man ihr eine Stelle in Grünlichtenberg zu, einer kleinen Ortschaft (heute Ortsteil der Gemeinde Kriebstein), die sie bis dahin noch gar nicht kannte. Doch zeigte sich, dass damit beruflich wie später auch privat der Grundstein für ein ganzes glückliches Leben gelegt war. An der Polytechnischen Oberschule von Grünlichtenberg fand sie gute Aufnahme bei den Kollegen und konnte mit Freude an die Arbeit mit den Schülern der Mittelstufe gehen. Mit den politischen Änderungen von 1990 folgte bald auch eine Schulreform der nun wieder Sächsischen Landesregierung. Russisch war weniger gefragt, wurde nur noch als Neigungsfach angeboten. Doch Monika Schlimpert hatte sich immer für künstlerische Ideen interessiert und nahm nun das Fach Kunst in ihr Spektrum auf. Als in Grünlichtenberg nur die Grundschule verblieb, wechselte sie nach Kriebethal, 2003 nach Böhringen und zuletzt in die einstige Kreisstadt Hainichen, wo sie bis zum Jahr 2017 glücklich war, dem Nachwuchs vielfältige Kenntnisse im jeweiligen Fach und für das zukünftige Leben vermitteln zu können. Aber 2017 wurde zum wenig glücklichen Einschnitt, denn in diesem Jahr ging sie nicht nur in den Ruhestand, sie verlor auch ihren Mann. Seit 1981 war Sigert Schlimpert an ihrer Seite, einstiger Baufacharbeiter, später Meister in der Betonwerkstatt, der aus Grünlichtenberg stammte, weswegen ihr der Ort nicht nur beruflich ans Herz wuchs. Der Beziehung entsprang 1980 der Sohn Frank. Sigert Schlimpert engagierte sich lange Jahre als Ortsvorsteher von Grünlichtenberg, war Mitglied im Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Kriebstein. Dem Ehepaar gemeinsam war die Freude am Skatspiel. Sie organisierten Turniere wie den Pokal des Bürgermeisters der Gemeinde Kriebstein und fuhren zum Skatspielen gern durchs Land. Dies muss Frau Monika nun allein tun. Daneben kümmert sie sich um die Katzen, die Hühner und Hasen auf dem Grundstück und freut sich, bei Klassentreffen einstige Schüler wiederzusehen.
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