MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gerd und Gerhild Schmalisch

Ihr Leitspruch: Optimist sein in allen Lebenslagen

Gerd und Gerhild Schmalisch

Meister für Postbetrieb- und Fernmeldetechnik
Ingenieur-Ökonomin

99089 Erfurt  

Sein Vater hat ein Postamt geleitet, als Gerd Schmalisch, Jahrgang 1947, aus Erfurt noch ein Junge war. Das hat ihn geprägt, so dass er nach seiner Schulzeit eine Lehrstelle bei der Deutschen Post antrat. Nach dem Abschluss der 8. Klasse (die 9. und 10. Klasse holte er auf der Abendschule nach) ließ sich Gerd Schmalisch drei Jahre zum Postbetriebsfacharbeiter ausbilden. Er durchlief alle Bereiche bei der Post, arbeitete beim Bahnpostamt im Beförderungsdienst, war unter anderem als Wertbegleiter beschäftigt, kümmerte sich unter andrem um den Transport von Behördenpost. Gerd Schmalisch arbeitete im stationären Bereich, weil er sportlich aktiv war. Fußball, Leichtathletik und Handball waren von Kindesbeinen an sein Ding. Zurückgekehrt vom Grundwehrdienst bei der NVA ins Bahnpostamt wechselte er von der Praxis in die Verwaltung. Im Fernstudium hatte er seinen Meister für Postbetrieb- und Fernmeldetechnik (vergleichbar mit Industriemeister) gemacht. Bis zur Wende war er als Führungskraft eingesetzt. Als die Wende kam, gab es in Gerd Schmalischs Berufsleben einen echten Wendepunkt, denn auf Grund seiner Arbeit in der Gewerkschaft (BGL-Mitglied) wurde er zum stellvertretenden Bezirkspersonalrat bei der Direktion Postdienst Erfurt für das Land Thüringen gewählt. Beruflich folgten immer wieder Strukturveränderungen, einhergehend mit Namensänderungen, so dass der Erfurter zuletzt als Ermittler (Security) arbeitete und bis 2003 Mitarbeiter der Konzernsicherheit war. Mit 56 Jahren trat er, der sein ganzes Leben bei der Post verbracht hat, in den Ruhestand. Seine Frau Gerhild, mit der er seit 1970 verheiratet ist und zwei Töchter hat (Sabine und Constanze, geboren 1970 und 1976), befand sich zu der Zeit auch schon zu Hause. Sie erhielt als gelernte Industriekauffrau und spätere Ingenieur-Ökonomin bei der Umformtechnik Erfurt mit 55 Jahren die Kündigung „als Weihnachtsüberraschung“. Gerhild Schmalisch, die im Kundendienst / Service Ersatzteile für Maschinen beschaffte, unter anderem auch für England, Frankreich und die USA, blieb nach der Wende auch Ersatzteil“verkäuferin“, kam durch ihre Entlassung aber in eine Auffanggesellschaft, bildete sich zwei Jahre weiter und – wurde kurzzeitig als Leiharbeiterin wieder auf ihrem „alten“ Arbeitsplatz eingestellt. Sie spricht von bitteren Zeiten. Mit 60 ging Gerhild Schmalisch in Rente. Glück bedeutet heute für die Eheleute, „wenn es der Familie gut geht“ und alle gesund sind. Sie sind stolz auf ihre Kinder, die inzwischen beide in der Kosmetikbranche Fuß gefasst haben. An ihrem Leitspruch „Optimist sein in allen Lebenslagen“ halten sie fest. Während er sich für Sport und Geschichte interessiert, liebt sie Konzertbesuche und Lesen. Traditionen pflegen sie wie einst ihre Eltern. Heiligabend wird in Familie unter dem Tannenbaum gesungen.
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