MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Christa Schlutter

Hauptberuf: Familienmittelpunkt

Christa Schlutter

Maschinenschlosserin
07546 Gera

Als Christa Böhme wurde sie 1939 in Gera geboren. In ihr junges Leben griff der Krieg entscheidend ein. Der Vater kehrte aus ihm nicht zurück. So wuchs die kleine Christa nur mit der Mutter, die als Verkäuferin tätig war, auf. Ab 1945 besuchte sie die Schule, schloss 1953 mit der 8. Klasse ab. Eine Lehrstelle als technische Zeichnerin, ihr Wunschberuf, war nicht in Aussicht, so wählte sie eine Ausbildung zum Maschinenschlosser, die sie bei der Werkzeugmaschinenfirma VEB Wema Union Gera absolvierte. Ein weiterführendes Studium war angedacht, sie sollte an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät darauf vorbereitet werden, doch dann kam die Familiengründung dazwischen. 1958 heiratete sie Manfred Schlutter, der als Textilingenieur sein Berufsleben gestaltete. In rascher Folge wurden die drei Söhne geboren, 1959 Matthias, 1960 Michael, 1962 Peter. Der Kindersegen ermöglichte dem Ehepaar ein gemeinsame Wohnung, später den Hausbau. Nun blieb Christa Schlutter mehrere Jahre zu Hause, kümmerte sich um den Nachwuchs, arbeitete gelegentlich in einer Aufbereitungsfirma für Tee. 1965 stieg sie wieder voll in den Arbeitsprozess ein, beim VEB KFZ-Instandhaltung Gera begann sie als Autoschlosser, setzte vor allem die Lastkraftwagen der Marke „W 50“ wieder in Gang. Doch ihre Gesundheit vertrug die schwere Arbeit nicht auf Dauer. Sie wechselte ins Büro der Firma, musste jedoch 1975 vorzeitig in Invalidenrente gehen. Gelegentlich übernahm sie noch Heimarbeit für die Weberei, in der ihr Mann tätig war, oder nähte für einen Betrieb für Lederwaren. Doch mit den Kindern und im Garten hatte sie ohnehin genug zu tun. 1965 hatten sie begonnen, im Geraer Ortsteil Thieschitz ein Haus zu bauen. Als es 1969 fertig war, wurde es für viele Jahre zum Heim für die Familie. Hier hat Frau Christa stets mit Begeisterung für die große Schar gekocht und gebacken. Nur, als ihr Mann im Jahr 2000 starb, eine spätere Übernahme durch die nachfolgenden Generationen nicht absehbar war, wurden die 3.500 Quadratmeter Grundstück für Christa Schlutter zu viel, weshalb sie sich entschloss, das Haus zu verkaufen. Christa Schlutter freut sich, dass ihre Söhne weitestgehend in der Nähe leben, nur die sechs Enkel und vier Urenkelkinder sind inzwischen weit verstreut. In fortgeschrittenen Jahren sind ihre Augen müde geworden, weshalb sie ihre Lieblingsbeschäftigungen wie Lesen und Stricken kaum noch ausüben kann. Mit dem Lösen von Rätseln hält sie ihren Geist fit, wenn Freunde zu Gast sind, kommen auch gern Gesellschaftsspiele zum Einsatz.
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