MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Oberstudienrat Heinz Schmalfuß

Unverhofft Lehrer geworden

Heinz Schmalfuß

ehemaliger Schuldirektor in Wiesenburg
08141 Reinsdorf

Heinz Schmalfuß kann auf ein langes, erlebnisreiches und erfülltes Leben zurückblicken. 1928 erblickte er das Licht der Welt, genauer gesagt, das von Wildenfels, gelegen zwischen Zwickau und Schneeberg. Im Verlauf der Schulzeit wurde aus dem Jungen ein guter Schüler. „Eines Tages meinte mein Schulleiter, dass ich für den Lehrerberuf geeignet wäre. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, fand aber am Lehrerberuf Freude. Aus diesem Grund begann ich nach Abschluss der 8. Klasse eine Ausbildung in der Anstalt für Lehrerbildung in Auerbach/Vogtland. 1943 brach ich die Berufsausbildung ab, weil ich meinen Arbeitsdienst in Westpreußen ableisten musste“, erzählt Heinz Schmalfuß. Im August 1946 konnte er doch noch Lehrer werden, absolvierte ein Studium und erhielt das Diplom. „Neulehrer“ nannte man diese Berufsgruppe. Sie sollte nach Ende des schrecklichen Krieges in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone eine neue Zeit verkörpern und in einem neuen Geist unterrichten, nämlich im Sinne des Antifaschismus. Im sächsischen Hartenstein lehrte Heinz Schmalfuß die Fächer Geografie, Astronomie und Gesellschaftskunde. Sein Unterricht war so gut, dass er sogar stellvertretender Direktor wurde. An der Schule in Wiesenburg / Sachsen fungierte er ab 1961 als Direktor, wurde später zum Oberstudienrat ernannt. Den Neubau einer Schule betreute er von der Planung bis hin zur Einweihung. Zudem war er aktives Mitglied in den Freundeskreisen „Rosen“ und „Schloss Wildenfels“. Dort organisierte er mit anderen Rosenfreunden Rosenschauen und sammelte als Mitglied des Freundeskreises Schloss Wildenfels Spenden für die dringende Sanierung des Schlosses Wildenfels. 1993 ging Heinz Schmalfuß in den wohlverdienten Ruhestand. Einige Jahre war er noch als Reiseleiter tätig, unternahm auch selbst viele Reisen innerhalb Deutschlands und ins europäische Ausland. Jetzt hat er mehr Zeit für Lebensgefährtin Helga. Seine Ehefrau Gertrud verstarb bereits 1981. Besonders stolz ist der ehemalige Lehrer auf die Töchter Julia, die in einem Insolvenzbüro arbeitet, und Anke, die die Lehrertradition in der Familie fortsetzt, genau wie Enkelin Tina. Heinz Schmalfuß liest außerdem gute Bücher, vor allem zur Geschichte, sieht sich im Fernsehen historische Spielfilme und Dokumentationen an. Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit schätzt er an anderen Menschen; Nachlässigkeit ärgert ihn. Lange gesund bleiben ist der größte Wunsch von Heinz Schmalfuß. Mit Fug und Recht kann er stolz sein auf sein Leben und Wirken.
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