MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Klaus Schlütter

Sport in allen Variationen

Klaus Schlütter
Sportjournalist

73770 Denkendorf
E-Mail: ksfichten(at)aol.com

Klaus Schlütter ist ein Kämpfertyp. Diese Eigenschaft hat ihm immer wieder geholfen, schwierige Situationen zu meistern. Beispielsweise beim WM-Qualifikationsspiel Zypern-Deutschland im Jahr 1969, als auf der Mittelmeerinsel wegen eines Streiks die Telefone still blieben. Gemeinsam mit einem ZDF-Sportreporter gelingt es ihm, ein Flugzeug zu chartern. Wegen der angespannten politischen Lage sind sie gezwungen das Spielfeld nach nur zwanzig Minuten zu verlassen, um zur Berichterstattung in den Libanon zu fliegen. In Beirut angekommen, werden beide als angebliche „Palästinenser“ festgenommen. Dank der Aussage des Piloten kommen beide nach einigen Stunden wieder frei, vom Spiel sehen sie allerdings nur ganze 20 Minuten, aber sie können berichten … Es ist nicht das erste Mal in seinem Leben, dass Klaus Schlütter, geboren 1941 im thüringischen Zella-Mehlis, eine gefährliche Situation überstand. Im Alter von neun Jahren geht er an der Hand seiner Mutter bei Nacht und Nebel über die grüne Grenze. Die Flucht gelingt, die Familie kommt auf die schwäbische Alb, erst nach Gussenstadt, dann nach Gerstetten. In Heidenheim besucht er das Gymnasium, wechselt danach an die Wirtschaftsoberschule. Anschließend erkundigt er sich bei Walter Zarth, dem Präsidenten des Deutschen Sportpresseverbandes, wie er als Sportjournalist tätig werden könne. Mit Kampfgeist stürzt er sich in die Arbeit als Sportreporter der Heidenheimer Neuesten Nachrichten, mit 20 Jahren leitet er bereits das Ressort. 1965 meldete sich der Axel-Springer-Verlag und unterbreitete ihm das Angebot, künftig als Sportreporter für Stuttgart zu agieren. Klaus Schlütter nimmt an, will die Tätigkeit nach zwei bis drei Jahren als Sprungbrett für neue Herausforderungen nutzen. Doch in eben dem Moment, in dem er aufhören will, erhält er die Aufträge, von denen jeder Sportjournalist träumt: Handball-Weltmeisterschaft, Tour de France, Fußball-Weltmeisterschaft, Olympische Spiele. 41 Jahre lang reiste Klaus Schlütter als Sportreporter für „Bild“ zu allen sportlichen Großereignissen. Auch selbst treibt er gern Sport, spielt Fußball, Volleyball und Tennis, joggt und fährt Rad. Manchmal, sagt der Vater einer Tochter, muss er aufpassen, dass er dabei nicht übertreibt. Heute, im Ruhestand, will er, der vom Sport stets profitiert hat, seinen Teil zum Gemeinschaftsleben beitragen. Als Vizepräsident der Organisation sorgt er dafür, dass in Not geratene Sportjournalisten vom Hilfsverein der Württembergischen Sportpresse Unterstützung erhalten.
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