MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Andreas Schluttig

Er bestieg einen Hügel und kam einen Berg hinunter

Andreas Schluttig
Betondesigner

Mühlenweg 16
03048 Cottbus

Ein langer Tieflader transportiert eine Vielzahl von Betonplatten auf einer Europastraße. Der ideenreiche Andreas Schluttig kam durch das Stapeln von Platten alter Gebäude auf den glorreichen Einfall, künstliche Felsen zum Klettern zu bauen. Zu den unzähligen von ihm gebauten freien Konstruktionen gehören zum Beispiel Kleinfelsen für Kinderspielplätze und höhere Kletterfelsen für Kommunen, beispielsweise für Alpenvereine, die eine neue sportliche Herausforderung suchen. Mit jeweils verschiedenen Firmen baute er Felsen für die Feuerwehrschule in Bad Köstritz, für das Brandenburger Erholungsparadies Tropical Islands und Zoos in ganz Deutschland. So erfreuen sich Bielefelder Bären, seit 2004 Lebewesen im Cottbuser Tierpark und Kölner Elefanten in dem 4000 Quadratmeter großen Gehege über die äußerst echt wirkenden Felsen. Weitere „tierische“ Projekte waren 2005 die Gestaltung des Saurierparks in Klein Welka und 2006 ein überdimensionaler Drachenkopf für England. Andreas Schluttig ist aber nicht nur tier-, sondern auch sehr kinderlieb. So hat er in Cottbus die kunterbunten Sitzmöbel auf dem Radweg am Priorgraben gestaltet und in Mainz und Münster einen riesengroßen Wasserspielplatz errichtet. Sein 25 m hoch gebauter Berg auf dem Magdeburger Buga-Gelände ist sein bisher höchstes Projekt. Ebenfalls erwähnenswert sind der Berg „K4“ in Leipzig-Grünau, die Landschaftsgestaltung für Bäder, wie ein Grottengang und ein romantischer Bachlauf in der Therme Templin, und ein Tropenhaus in Chemnitz. Nach seiner Lehre als Baufacharbeiter mit abgeschlossenem Abitur in Cottbus entschied sich der 1957 geborene Andreas Schluttig, künstlerisch tätig zu werden. Daraufhin übte er wöchentlich unter der sehr guten Anleitung durch die Gubenerin Siegrid Noack und lernte weiterhin autodidaktisch das Malen. Als er nach der Wende im Baufach in die Selbstständigkeit ging, führte er mit der Alpintechnik aufwendige Spezialsanierungen durch. Damit er und seine Mitarbeiter die Reparaturen vom Seil aus besser üben konnten, kam er auf die Idee, Kletterfelsen zu bauen. So errichtete er auf dem Kolkwitzer Firmengrundstück den ersten schlichten Felsen. Nun kümmert sich der Sohn eines Dozenten für Kunsterziehung hauptsächlich um die künstlerische Gestaltung und überlässt die umfassende Materialherstellung einem Betonwerk.
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