MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Harry Schlegel

Eisern im Vogtland

Harry Schlegel

Facharbeiter
August-Bebel-Str. 1
08525 Plauen
Fon: 03741 / 229096

Wie seine Ehefrau Rosemaria ist Harry Schlegel Vogtländer seit der Geburt 1930, seit der Heirat 1951 liegen viele erfüllte Familienjahre hinter dem Ehepaar, das bereits die „Eiserne Hochzeit“ feiern konnte. Harry Schlegel stammt aus Mielesdorf (Thüringisches Vogtland). Er wuchs mit einer jüngeren Schwester auf. Von 1945 bis 1949 fehlte der Vater, der von der sowjetischen Administration zuerst in Buchenwald interniert, dann nach Sibirien verfrachtet wurde. 1945 hatte der junge Harry die Volksschule mit der 8. Klasse abgeschlossen. Nun trat er in die Fußstapfen seines Vaters Johann und wurde in drei Jahren im Schleizer Forst zum Waldfacharbeiter ausgebildet. Zwölf Jahre war er danach vor allem im Holzeinschlag tätig, wurde dann als LKW-Fahrer eingesetzt. Ein Zwischenjahr wurde er für den Uranerzbergbau der SDAG Wismut abgeordnet. 1962 begann er für zwei Jahre im Betonwerk von Mühltroff, aber mit dem Umzug nach Plauen (nun im sächsischen Vogtland), wo ein eigenes Haus erworben werden konnte, suchte er nach Arbeit in dieser Stadt, fand sie bei der Plamag (Plauener Maschinenbau AG). Hier arbeitete er in der Transportabteilung, erwarb dazu die Berechtigung zum Führen von Gabelstaplern und Multicars, konnte den Facharbeiterabschluss als Maschinist für Transport- und HebezeugenLagerarbeiten erwerben. In den letzten beiden Jahren bis zum Vorruhestand 1991 agierte er im Modellager des Werks. Seine Ehefrau Rosemaria, ebenfalls Jahrgang 1930, wurde in Langenbuch (bei Schleiz) geboren und arbeitete als Weberin bei der Richard Eschke KG in Mühltroff. Sie blieb der Textilindustrie auch beim Wechsel nach Plauen treu und konnte beim dortigen Betrieb „Spitzen- und Blusenkonfektion“ weitere erfolgreiche Berufsjahre erleben. 1953 wurde die Familie durch den Sohn Karl, 1958 durch Tochter Ina erweitert. Fünf Enkel und sechs Urenkel sind der Stolz von Rosemaria und Harry Schlegel, die frohen Mutes sind, trotz altersbedingter Einschränkungen noch die Gnadenhochzeit erleben zu dürfen. Im Jahr 2011 mussten sie das eigene Haus aufgeben, fanden im Betreuten Wohnen neues freundliches Umfeld. Nur war mit dem Verlust des Hauses auch der Verzicht auf den Garten verbunden. Einschränkungen gibt es inzwischen auch bei größeren Reisen, die zu DDR-Zeiten bis auf die Krim (nach Jalta) führten und regelmäßig in das Ostsee-Ferienheim der Plamag. Nach dem Ende der DDR wurden neue Gegenden erschlossen mit dem Höhepunkt einer Schiffsreise von Passau bis nach Amsterdam.
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