MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ingrid und Dieter Schlehahn

Immer füreinander da

Ingrid und Dieter Schlehahn

Agrotechnikerin,
Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH), Bankkauffrau
Ofensetzer, Ofenbauer

Aline 14
04668 Grimma OT Pöhsig

Am 18.11.1951 wurde Ingrid Schlehahn in Grottewitz geboren und wuchs mit zwei jüngeren Brüdern auf. Ihr Vater arbeitete als Obstbaumwart, die Mutter war mithelfende Ehefrau. „Meine Eltern stammten aus einfachen Verhältnissen, haben aber viel Wert auf gute Bildung gelegt“, erinnert sich Ingrid, die von 1958–1966 in Ragewitz die Grundschule und vier weitere Jahre in Grimma die EOS besuchte. Diese Ausbildung schloss sie mit dem Abitur und dem Berufsabschluss Agrotechnikerin ab. „Das kurz darauf in Merseburg begonnene Studium ‚Sozialistische Betriebswirtschaft’ habe ich nach sechs Wochen wieder abgebrochen und mir Arbeit beim Rat des Kreises Grimma in der Lohnabteilung gesucht“, erzählt sie. 1971 heiratete Ingrid ihren Mann Dieter Schlehahn. Mit Mirko (*1971; Werkzeugmacher), Sven (*1973; Forstfacharbeiter), Sascha (*1980; Diplomforstwirt) und den Zwillingen Miriam und Martin (*1985; Abteilungsleiterin bei Breuninger in Leipzig und Kfz-Mechaniker) hat das Paar fünf Kinder und mittlerweile sechs Enkel. Nach einigen Jahren Erziehungszeit stieg Ingrid Schlehahn 1975 wieder ins Berufsleben ein und war im VEB Geflügelwirtschaft Mutzschen in der Buchhaltung tätig. Parallel absolvierte sie bis 1978 das Frauensonderstudium „Betriebswirtschaft / Ingenieurökonomie der Landwirtschaft“, was sie als Agraringenieurökonom (DDR / Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) BRD) abschloss. Von 1979–1990 arbeitete Ingrid Schlehahn in der Bank für Land- und Nahrungsgüterwirtschaft in Grimma als Ökonomin. Nach der Wende machte sie von 1993–1995 eine weitere Lehre zur Bankkauffrau und war bis zur Pensionierung 2015 bei der Raiffeisenbank beschäftigt. Dieter Schlehahn kam am 13.05.1950 in Klinga zur Welt und wuchs hier mit einem älteren Bruder bis zu seinem siebenten Lebensjahr auf. Als sein Vater Bürgermeister in Ragewitz wurde, zog die Familie dahin um. Die Mutter arbeitete als Näherin. Nach acht Schuljahren absolvierte er eine Lehre als Ofensetzer bei der PGH Ausbau Mutzschen. Anschließend war er im Brunnenbau tätig, bevor er 1968 zum Wehrdienst eingezogen wurde. Von 1970–1993 arbeitete er in der PGH Wärmetechnik Mutzschen, später Bergers Haustechnik, als Ofensetzer und Fliesenleger. „Die 9. und 10. Klasse habe ich parallel über die Abendschule nachgeholt, letztendlich aber den Meisterlehrgang aufgrund der familiären Situation nicht mehr angestrebt“, sagt Dieter Schlehahn. Nach einem Unfall (Dachsturz) wechselte er die Firma und war bis zu seiner Bandscheibenerkrankung 1999 in einem Colditzer Baugeschäft angestellt. Nach 10 Jahren BU-Rente konnte Dieter mit 60 in Altersrente gehen. Heute verleben die Schlehahns ihre freie Zeit am liebsten inmitten ihrer Großfamilie auf der von ihnen bewirtschafteten Streuobstwiese. Ingrid singt zudem noch immer gern im Kirchenchor Mutzschen. Beide blicken voller Stolz auf einen ereignisreichen gemeinsamen Lebensweg zurück.
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