MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Leonid Schkolnikow

Sprachgenie und -mittler

Leonid Schkolnikow

Dolmetscher / Übersetzer / Sprachlehrer Thüringer interkulturelles Büro für sprachliche Unterstützung und technische Innovationen Thüringer Büro für konsularische Leistungen Heinrich-Hertz-Straße 61 98693 Ilmenau Fon: 03677 / 870279 Funk: 0171 / 6911181 Internet: www.thueringen-uebersetzungen.com E-Mail: leonid.schkolnikow(at)t-online.de      

Sankt Petersburg (damals: Leningrad) ist 1964 die Geburtsstadt von Leonid Schkolnikow. Am berühmten Physisch-Mathematischen Gymnasium Nr. 239 in Leningrad machte er 1981 das Abitur und studierte anschließend Elektrotechnik, Computer science und Messkunde an der Elektrotechnischen Universität (LETI) mit den Schwerpunkten Informations- und Messtechnik in seiner Heimatstadt. Seit 1987 ist er Diplom-Ingenieur und beginnt seine berufliche Laufbahn als Entwicklungsingenieur in der Abteilung Mikroelektronische Schaltungstechnik des dortigen Forschungsinstitutes für elektrische Meßgeräte, wo er sich u. a. mit optoelektronischen Messsystemen für Kernkraftwerke und Messsensoren für Fahrzeugmotoren beschäftigt. Parallel zum Studium und zur Arbeit absolviert er Dolmetscherausbildungen und erwirbt die Abschlüsse für Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch mit Bestnoten. 1992 kommt der deutsch-jüdisch stämmige Russe nach Ilmenau. Trotz seiner abgeschlossenen Dolmetscherausbildung muß er zunächst noch einen deutschen Sprachkurs belegen. Dennoch findet der begabte Russe in Thüringen keine Arbeit. Nach dem Abschluß eines deutschen Sprachkurses nimmt er an Weiterbildungsveranstaltungen teil, lernt auf der Volkshochschule Italienisch, Rumänisch, Polnisch. Tschechisch sowie andere Sprachen und unterrichtet dort selbst jiddische Sprache, was er später auch im Zentrum der Jüdischen Landesgemeinde Erfurt bis heute im Jiddisch-Unterricht fortsetzt. Später setzt er sein bereits an der Petersburger Hochschule für Jüdische Studien im Bereich Semitologie (Hebräisch und Judaistik) begonnene Weiterbildung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena in den Fächern Semitologie-Islamwissenschaft (Arabisch und Syrisch), Kaukasiologie (Georgisch und Awarisch) und Indogermanistik (Altindisch und Litauisch) fort. 1995 entscheidet sich Leonid Schkolnikow für die Selbständigkeit – mit eigenem Übersetzungsbüro – als der erste Unternehmer von den russischsprachigen Einwanderern in Thüringen. Da er mit vielen Kollegen zusammenarbeitet, kann Leonid Schkolnikow Übersetzungen in vielen Sprachen anbieten. Außerdem ist er als allgemein beeidigter Dolmetscher und ermächtigter Übersetzer beim Thüringer Landgericht Meiningen für Behörden, Gerichte, Notare und andere Institutionen tätig. Seit 1995 ist er Mitglied des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ), an dessen Veranstaltungen er aktiv teilnimmt, wie z. B. an den Prüfungen zur Rechtssprache. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Elena Predo, die er 2001 heiratete, werden auch konsularische Leistungen angeboten. Elena Predo hat ebenso Elektrotechnik an der Sankt Petersburger Bergbau-Universität studiert und als Entwicklungsingenieurin ebenso erst am Forschungsinstitut für elektrische Meßgeräte (Abteilung Entwicklung der Anlagen und Methoden zur Messung von elektrischen und magnetischen Größen) in Sankt Petersburg gearbeitet und dann in Deutschland als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik (Diplom-Ingenieurin) erst an der TU Ilmenau gearbeitet. Doch Leonid Schkolnikow ist den Bürgern ebenso in sozialen Fragen und lebenswichtigen Problemen behilflich. Zu den Schwerpunkten seiner Übersetzer- und Dolmetschertätigkeit gehören technische Übersetzungen, unter anderen auch Bedienungsanleitungen und Patente sowie geschäftliche Verhandlungen und Schulungen, insbesondere für Fachleute. Da kommt ihm nicht nur sein sprachliches Talent, sondern auch seine technische Erstausbildung sehr zur Hilfe. 2001 gründete er mit deutschen und russischen Bekannten den Verein „Freunde der Stadt Sankt Petersburg“ e. V. Sie organisieren Informationsausstellungen sowie Treffen mit Jugendlichen, Politikern und Wirtschaftsexperten. Außerdem wird ein gemeinsames Informationsmaterial herausgegeben, das zwei- und mehrsprachig über geschichtliche Themen berichtet, die sowohl Deutschland, insbesondere Thüringen, als auch Russland betreffen. In seiner Freizeit beschäftigt sich Leonid Schkolnikow gern mit Geschichte, Informatik, Metrologie und seltenen und bedrohten Sprachen (so wie Litwakisches Jiddisch, Afghanisches Persisch, Niedersorbisch und Bretonisch), die er in verschiedenen Einrichtungen europaweit lernt. Gerne beschäftigt er sich in ehrenamtlicher Arbeit als CDU-Mitglied im Stadtverband Ilmenau und als Vorstandsmitglied des Thüringer Koordinationsrates der russischen Landsleute auf der Landesebene. Für seine ehrenamtliche Arbeit wurde Leonid Schkolnikow mit der Medaille „Thüringer Rose“ ausgezeichnet. In den neunziger Jahren wurde der gebürtige Leningrader in den deutschen Staatsverband aufgenommen.
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