MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dietmar und Elke Schindler
Gemeinsam etwas aufgebaut
Dachdecker, Blitzschutzsetzer
Lehrerin
04779 Wermsdorf
Dietmar Schindler wurde am 06.08.1951 in Wermsdorf geboren und wuchs mit vier Geschwistern auf. Sein Vater arbeitete als Maurer, die Mutter vorrangig als Krankenschwester im Klinikum Hubertusburg. „Ich war ein kreatives Kind, habe gezeichnet und war später in der Schule sportlich aktiv“, erinnert sich Dietmar Schindler. Von 1958–1966 besuchte er die Oberschule in Wermsdorf und absolvierte anschließend eine dreijährige Lehre als Dachdecker mit Berufsschule in Oschatz. „Eigentlich wollte ich diesen Beruf gar nicht, aber das wurde für mich geregelt“, schmunzelt er. „Ich habe bei meinem Meister sehr viel gelernt“, berichtet er weiter. Von 1970–1972 leistete Dietmar Schindler den Wehrdienst und ging danach bis 1974 in seinen Lehrbetrieb zurück. Von 1974–1980 arbeitete er bei der SDAG Wismut auf Montage. 1976 heiratete Dietmar Schindler seine Frau Elke. Mit Jan (*1977; Kommunikationselektroniker) und Katja (*1982; Chemielaborantin) hat das Paar zwei Kinder, die heute in den alten Bundesländern leben, und mittlerweile eine Enkelin. 1980 beendete Dietmar Schindler seine Montagetätigkeit und war zwei Jahre als Blitzschutzssetzer in Wermsdorf tätig. Von 1982–1997 war er im Dreischichtsystem als Heizer und Kesselwärter in der Hubertusburg beschäftigt. „Danach wurde das Heizungssystem abgeschafft, und ich stand erstmals auf der Straße. Ich bin vorerst für zwei Jahre in meinen alten Beruf als Dachdecker zurück und habe dann noch einmal sechs Jahre als Kesselwärter bei einer Wohnungsverwaltungsfirma in Oschatz gearbeitet“, erzählt Dietmar Schindler. Bis 2014 war er als Kraftfahrer bei einer Wermsdorfer Heizungsfirma angestellt, bevor er mit 62 Jahren krankheitsbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden musste. Elke Schindler, geb. Härtwig, kam am 30.07.1952 in Olbernhau zur Welt und wuchs mit zwei jüngeren Schwestern auf. Ihr Vater arbeitete als Neulehrer, war Chorleiter und musisch hochbegabt. Die Mutter war Kontoristin. „Ich habe mich allein beschäftigen müssen, im Chor gesungen, Klavier gespielt, sogar bei Bezirksausscheiden mitgewirkt und mich auch sportlich betätigt“, berichtet sie. Im Alter von 10 Jahren wurde sie in die Erzgebirgsgruppe ihres Vaters integriert. Von 1969–1967 besuchte Elke die Schule, von 1967–1971 die EOS. Von 1971–1975 studierte sie an der Pädagogischen Hochschule Zwickau Musik und Deutsch und wurde Lehrerin. „Von da an war ich bis zu meiner Verrentung an ein und derselben Schule in Wermsdorf angestellt“, sagt sie. Heute genießen die Schindlers ihre gemeinsame Zeit in der Natur, beim Wandern und Pilze suchen oder im Garten. Elke entspannt am liebsten bei Handarbeiten, Lesen und beim Brotbacken. Für die Zukunft stehen vor allem Gesundheit, die Hoffnung auf eine tolerantere Welt und persönliches Lebensglück für die kleine Enkelin im Fokus der Überlegungen.