MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Gerhild und Werner Schilde
Bei Schildes wird zugepackt, nicht geredet
Fernmeldemechanikerin
Meister für Heizung, Lüftung und Sanitär sowie
Mitglied des Ortschaftsrates
Glastener Str. 16
04668 Grimma OT Kleinbardau
Fon: 03437 / 761289
Beide Ehepartner sind getragen von Hilfsbereitschaft, Fleiß sowie Verantwortungsbewusstsein. Im Resultat dessen sind sie stolz auf das Geschaffene, und zwar nicht nur im eigenen Leben. Auch für ihren Ort haben sie sich eingesetzt und Vieles getan. Bei Schildes wird zugepackt, nicht geredet und das Motto lautet: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“
Im Ehrenamt ebenfalls mit der Heimat verschmolzen, gehören Schildes als aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr an – er schon seit seiner Jugend, sie seit 1975. Auch außerhalb schwieriger Einsätze halten die Mitstreiter zusammen. Ausfahrten werden unternommen, die jährlich stattfindenden Sportfeste organisiert und aus Kameraden wurden Freunde, die sich auch privat sehr oft treffen.
Am 19.09.1948 in Grimma geboren, wuchs Werner Schilde mit seinem Bruder in Kleinbardau in gutem Elternhaus auf. Nach dem Krieg pachtete der Vater ein Bauerngut und betrieb es von 1945–1955 zusätzlich zu seiner Berufstätigkeit. Die Eltern wurden zu Wegweisern für die Werteentwicklung der Kinder, was bei Gerhild Schildes Eltern nicht anders war.
Nach Abschluss der Schule mit der 10. Klasse (1955–1965), absolvierte er vom September 1965 bis Juli 1967 im Rohrleitungsbau Grimma eine Lehre zum Klempner und Installateur und kam für 1 ½ Jahre zur Armee. Zurück im Betrieb, erinnert er sich eines sehr guten Betriebsklimas zu DDR-Zeiten. 1970–1972 besuchte er die Meisterschule Heizung, Lüftung, Sanitär und schloss sein Meisterstudium erfolgreich ab. Als Meister für Heizung, Lüftung und Sanitär leitete er mehrere Brigaden. Nach der Wende ergänzte er seine Meisterausbildung um die Teile drei und vier. Ebenfalls in diesem Zusammenhang wurde der Betrieb in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gewandelt, doch gefährdet war das Unternehmen nicht und Werner Schilde blieb dort beschäftigt.
Gerhild Schilde wurde am 11.02.1950 in Königsbrück geboren. Als sie fünf Jahre alt war, zog die Familie nach Grimma, wo die Oma wohnte und sie die Schule beendete. Eines stand für sie fest: „Ins Büro möchte ich nie.“ So ergriff sie bei der Post eine Lehre zur Fernmeldemechanikerin, arbeitete 10 Jahre in Thierbach sowie zwei weitere Jahre im Handel. Bis 1994 war sie in der MAG (Maschinen- und Apparatebau Grimma) beschäftigt, eine Abkürzung, welche auf die einstige Benennung in Maschinenbauanstalt zurückgeht. Nur kurz arbeitslos, führte die letzte Etappe als Verkäuferin in ein Lebensmittelgeschäft ihres Ortes.
Viel Zeit wird der Familie gewidmet. Sohn Michael kam mit einer Behinderung auf die Welt und hat eine betreute Arbeitsstelle inne. Holger folgte mit einer Klempnerlehre der Spur seines Vaters und hat zwei Kinder. Gern und oft werden die Enkel von den Großeltern betreut - für Gerhild und Werner Schilde eine bedeutungs- und freudvolle Mission.