MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Helge Schinkel
Zu Hause in der Welt der Briefmarken
Vorsitzender Briefmarkenverein Stendaler Roland e. V.
Albrecht-Dürer-Straße 5
39576 Stendal
Fon: 03931 / 412766
E-Mail: schinkel-stendal(at)t-online.de
Sein Beruf führte ihn einst in die Altmark. 1959 geboren, entschied
sich Helge Schinkel nach dem Abitur für ein Pädagogikstudium in Potsdam,
wurde Lehrer und übt seitdem seinen Beruf an mehreren Schulen im
Raum Stendal aus. In einem Bördedorf auf die Welt gekommen, siedelte
sich die Familie als er sieben Jahre alt war in Quedlinburg an. „Die Stadt
am Harz hat mich nachhaltig geprägt“, urteilt Helge Schinkel heute.
Dort begann er als Schüler auch mit dem Sammeln von Briefmarken.
Abgesehen von den Jahren des Studiums begleitet ihn dieses Hobby
bis zum heutigen Tag – ja, es wurde mehr und mehr zu seiner großen
Leidenschaft. Quedlinburg war in den Tagen seiner Jugend eine philatelistische
Hochburg. Schon sein Vater sammelte die kleinen Marken.
Als Helge 14 Jahre alt war, schenkte der Vater ihm seine Sammlung mit
der Auflage, diese weiterzuführen. Nach dem Studium, der Etablierung
im Beruf des Lehrers für Sport und Geographie und der Gründung einer
Familie erinnerte sich Helge Schinkel seiner Briefmarkensammlung.
Mit dem Inhaber eines Stendaler Briefmarkenladens fand er 1988 den
richtigen Ansprechpartner und ein Jahr später war er Vorsitzender eines
Briefmarkenvereins. Was nun begann, ist bis heute eine beispiellose
Erfolgsgeschichte des philatelistischen Vereins der Altmarkstadt. Mit 57
DM Startkapital übernahm er den Vorsitz. 1996 gelang ihm die Fusion
der kleinen Stendaler Vereine zum großen Briefmarkenverein Stendaler
Roland. Helge Schinkel wurde zum Motor immer neuer Ideen und Visionen.
Mit dem Schwung der Fusion wurde der Verein Gastgeber für
philatelistische Großveranstaltungen zum Tag der Briefmarke oder zum
Landesverbandstag Sachsen-Anhalt. Durch ein gutes Sponsoring der
Deutschen Bahn entstand eine Vereinsbibliothek. Eine Briefmarkenwerbeschau
im Kaisersaal des Stendaler Bahnhofs als Ausstellung zu den
Themen Eisenbahn und Deutsche Einheit folgte. Helge Schinkel wurde
in Fachkreisen überregional bekannt. Seit 1999 sitzt er im Vorstand
des Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Für das Jahr 2002 holte er eine
Rangausstellung für Deutschland und für 2006 eine Rangausstellung europaweit
nach Stendal. „Seitdem ist unser Verein sozusagen in der ersten
Bundesliga“, berichtet Helge Schinkel mit Stolz. Durch sein beharrliches
Wirken kamen Gäste aus vielen Gegenden Deutschlands, Europas und
2008 auch erstmals aus Übersee nach Stendal. Helge Schinkel freut
sich darüber, dass er mit seinem Hobby und der Arbeit in seinem Verein
Werbung für die Stadt Stendal und die Altmark machen kann.