MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Peter Scheuch
Zwischen preußischer Geschichte und Spitzweg
Zinnfigurengraveur und -sammler
Gonnaer Hauptstraße 10
06526 Sangerhausen/OT Gonna
Fon: 03464 / 582824
Gern würde er malen können wie Leonardo da Vinci, doch mit ausgeprägter Vorliebe und großer Neigung zur Malerei muss er eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht unter den Scheffel stellen.
Bodenständig und heimatverbunden lebt Peter Scheuch gern in seinem Geburtsort Gonna im Südharz, verbringt dort die schönsten Stunden mit seiner Familie und zollt seiner Ehefrau Waltraut ganz besonderen Dank, brachte sie immer viel Verständnis für seine unterschiedlichsten Hobbys und Vorlieben auf.
Geboren am 22.11.1943, widmete er sich nach der Grundschule einer Malerausbildung, arbeitete von 1961 bis 1964 als Geselle und wechselte nach Grundwehrdienst in einen Baubetrieb.
1972 ging er als Dekorationsmaler in die Maschinenfabrik Sangerhausen und liebt diese Entwicklungsstation aufgrund hohen Einbringens von Kreativität besonders.
Bis Herr Scheuch 2008 das Rentenalter erreichte, stellte er seit 1992 als Ausbilder von Malerlehrlingen im Jugenddorf Sangerhausen sein ganzes Wissen und Können der Jugend zur Verfügung.
Doch nie vergaß er über Beruf und Familie den Ritt auf den Steckenpferden. Heute nur noch passives Mitglied, bereicherte er früher den Chor, war seit 1960 im Burschenverein Gonna aktiv, der ihn seit 2003 gern als Ehrenmitglied begrüßt, und spielte nebenberuflich als Musiker einer Blaskapelle Saxophon.
Interessensgebiete sind jedoch weit größer. In eigener kleiner Künstlerwerkstatt werden schönste Ölgemälde kreiert – wenn die Lust da ist –, und in 40 Jahren wuchs die Schar der Zinnfiguren ins Unermessliche.
Begonnen hat einst alles mit Wissensdurst nach preußischer Geschichte. Farbenfreudige Uniformen eigneten sich prächtig für die Figürchen, und die Liebe wuchs. Er selbst besuchte Gravurlehrgänge und leitete selbige später für den Kulturbund der DDR in Leipzig und Halle. Graviert wird nach vorheriger Zeichnung in Schieferstein, worauf Herr Scheuch die Urheberrechte innehat, und später wird aufs Feinste bemalt. Mehrere tausend kleine Gesellen nennt er sein Eigen und gestaltet aus einem Großteil davon die herrlichsten dreidimensionalen Dioramen.
Militärisches trat im Laufe der Zeit in den Hintergrund. Stattdessen siegte Spitzweg, der Maler des Biedermeier mit dem Malstil der Spätromanik. Und so zieren anstatt witziger Pointenbilder kauzige kleine Poeten, Sterndeuter, Alchimisten oder Kaktusliebhaber die heiligen Hallen des zweifachen Vaters und meisterhaften Graveurs.