MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Peter und Astrid Schenk

Er will noch einmal in die Heimat seines Vaters fliegen

Peter und Astrid Schenk

Goldene Hochzeit 2014
Diplom-Ingenieur für Eisenbahnwesen
99423 Weimar

Er kam als Sohn einer Deutschen und eines Amerikaners 1941 in Heidelberg zur Welt. Im selben Jahr kehrte sein Vater zurück in seine Heimat Puerto Rico (USA) wegen der akuten Gefahr der Internierung durch die Nazis. Die Mutter heiratete zehn Jahre später einen deutschen Arzt. Der Mediziner bekam keinen Job in Heidelberg, da Flüchtlinge aus Ostdeutschland bevorzugt wurden. Die Familie von Peter Schenk ging 1951 in den Osten, nach Saalfeld in Thüringen. Dort machte Peter Schenk 1959 sein Abitur. Die Eisenbahn war dann sein Ziel. Denn sein Interesse dazu war bereits in Heidelberg entstanden, wo er nahe Eisenbahn und Straßenbahn aufwuchs. Er absolvierte eine Lehre zum Gleisbaufacharbeiter und fing bei der Bahnmeisterei in Jena an zu arbeiten. 1964 wurde er von der Reichsbahndirektion (Rbd) Erfurt zum Studium an die Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ nach Dresden delegiert. Eisenbahnlinienführung und Bahnhofsgestaltung hieß sein Fachgebiet, das er 1969 mit einem Diplom abschloss. Peter Schenk wurde als Diplomingenieur für Eisenbahnwesen von 1969–1973 in der Bahnmeisterei Weimar als stellvertretender Bahnmeister eingesetzt, anschließend im Bereich der Projektierung der Rbd Erfurt. Bis über die Wendezeit hinaus war Peter Schenk in der Gleisbauplanung beschäftigt. Es ging um Planung und Realisierung der Lückenschlüsse der Gleise zwischen Ost und West und um Elektrifizierung im Streckenbereich Camburg-Saalfeld-Probstzella für den ICE-Verkehr. Bis 1999 war Peter Schenk Angestellter bei der Deutschen Bahn in Verantwortung und er stellte sich stets den verschiedensten neuen Herausforderungen. Seit 1971 lebt Peter Schenk mit seiner Frau Astrid (Lehrerin, verheiratet seit 1964) in Weimar und beide zusammen haben drei Söhne und vier Enkelkinder. Heute engagiert sich der Rentner Peter Schenk im Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V.– VDEI. Die Öffentlichkeitsarbeit und die Mitarbeit im Bezirksvorstand Thüringen sind hier sein Metier im Ehrenamt, nachdem er die Vorruhestandsregelung in Anspruch nehmen konnte. Exkursionen organisieren, Artikel schreiben für den VDEI Intern, die Mitgliederbeilage der monatlichen Fachzeitschrift EI – Der Eisenbahningenieur – das macht er gern an seinem Computer. Seit einem halben Jahrhundert ist er Mitglied in der CDU und er hat in Weimar eine Bürgerinitiative gegründet. Dieses Gremium setzt sich seit 1990 für den Bau einer Umgehungsstraße ein. Peter Schenk ist stolz auf das Geschaffene und seine Familie. Die Söhne Jens-Holger und Hans-Peter leben inzwischen in Braunschweig und Grenoble (Frankreich), während Klaus-Heiner, der Jüngste, in Weimar geblieben ist. Peter Schenk schätzt sich glücklich, seit 55 Jahren mit seiner Astrid verheiratet zu sein. Er wünscht sich, noch einmal in die Heimat seines Vaters zu fliegen, um auch nach dem Tod seines Vaters die familiären Bindungen mit seiner puertoricanischen Familie weiter zu pflegen. Seinen Vater hatte er erst 1992 während eines ersten Besuchs in Puerto Rico richtig kennengelernt.
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