MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Rose-Marie Schack
Funken setzen
Oberbarnimer Künstlerhof
Ackermannshof 4
16259 Gersdorf
Fon: 033451 / 60612
Rose-Marie Schack wird stark von ihrer Großmutter, einer Keramikerin, geprägt, ihre Liebe zur Natur und die Hinwendung zur Malerei entstehen so frühzeitig. In Breslau wird sie 1939 geboren. Die Mutter ernährt die Familie in den Kriegsjahren, indem sie aus Lumpen Puppen fertigt und verkauft.
Sportlich veranlagt, betreibt sie als Jugendliche Leichtathletik und engagiert sich in der katholischen Kirchengemeinde. Ihrem Wunsch, Medizin zu studieren, wird aus politischen Gründen nicht entsprochen. Also wird sie erst einmal Facharbeiter für Schreibtechnik und denkt darüber nach, Missionsarbeit für die katholische Kirche zu leisten. Doch dann beginnt für sie das Studium an der Fachschule für angewandte Kunst und anschließend ein Abendstudium an der KHB (Diplom FHS) Weißensee und die endgültige Hinwendung zur Kunst. 1965 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR. Beim Studium lernt sie 1961 Otto Schack kennen. Bis heute blicken sie auf Jahre fruchtbarer künstlerischer Tätigkeit und Zusammenarbeit zurück. So entsteht in der Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann neben Malerei, Grafik, Illustration auch durch die Umsetzung eines Konzeptes für das Schlufter Kinderheim, in dem die Kinder sich mit an der Gestaltung beteiligen dürfen, ihr Bedürfnis, in Kindern und Jugendlichen künstlerisches Interesse zu wecken. In der Folgezeit arbeitet sie in Bernau mit Kindern und Jugendlichen. Bis heute begleitet sie Jugendliche auf ihrem Weg hin zu einer Studienbewerbung an einer künstlerischen Hochschule. So ist es nicht verwunderlich, dass sie nach ihrer Ansiedlung in Ackermannshof 1990 sofort den Künstlerkreis „Landgang“ gründet und ihr Hof jederzeit jungen Künstlern offensteht. Durch ihre liebe und warmherzige Art kommen sie oft und gern. Sohn Jan, gelernter Steinmetz, ist auch auf dem Hof als Bildhauer tätig. Stolz ist sie darauf, dass beide Söhne die künstlerische Begabung der Eltern geerbt haben. Ein großer Verlust trifft Rose Schack, als 2006 ihr Sohn Philipp, ein begabter Maler, tödlich verunglückt. Gemeinsam mit Ehemann Otto verwaltet sie sein künstlerisches Erbe. Die eigene künstlerische Arbeit hat Rose Schack jedoch nie vernachlässigt. Jährliche Ausstellungen von Malerei und Grafik zeugen davon. Ihre Naturverbundenheit, schon zu DDR-Zeiten setzt sie sich für den Naturschutz ein, findet auch Ausdruck darin, dass ihr das einfach in der Erde buddeln zu können innere Kraft und Ruhe gibt. Und so hat sie sich nach dem Tod des Sohnes auch wieder etwas sammeln können. Das Gärtnern ist ihr zur Passion geworden, da ist sie ganz nah bei sich.