MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Otto Schack

Pläne schmieden, Projekte ausdenken

Otto Schack
Maler, Grafiker, Restaurator

Ackermannshof 4
16259 Gersdorf
Fon: 033451 / 60612

Der vierten Generation einer Malerfamilie entstammend, kommt Otto Schack 1937 in Bitterfeld zur Welt. Zur freien Kunst hingezogen, beginnt er 1960 ein Studium der Grafik an der KHB Weißensee und schließt es 1965 mit dem Diplom ab. Gleichzeitig wird er Mitglied des VBK der DDR. Im Bereich der Buchgestaltung und Illustration für verschiedene Verlage ist er bis 1989 tätig. Mit Ehefrau Rose gemeinsam entstehen zahlreiche Wandbilder und komplette Umweltgestaltungen für Kinderheime und Schulen. Aber auch freie Grafiken, großformatige Siebdrucke und Plakate entstehen. Diese überraschen durch ein abstraktes Farben- und Formenspiel, sind stark verknappte Verallgemeinerung von Gefühlen und Reflexionen auf die Umwelt. Seit 1982 übernimmt Otto Schack mit Ehefrau die Leitung von Zirkeln und Abendkursen für eine künstlerische Hochschulvorbereitung, und von 1984 bis 1989 bekleidete er den Lehrauftrag für Lehrerweiterbildung von Kunsterziehern im Bezirk Frankfurt (Oder). Um dem Verlust des Selbstbewusstseins nach der Wende vorzubeugen, reifen in ihm viele neue Ideen und Konzepte, z. B. dokumentiert er Friedhöfe, geht seinem alten Interesse nach geschichtlichen Bauten nach. Mit dem endgültigen Umzug 1990 nach Ackermannshof in ein schon 1973 angemietetes altes Gutshaus aus dem 19. Jahrhundert beginnt für Otto Schack auch ein neues Betätigungsfeld. Projekte im Bereich Denkmalpflege werden ihm zur Herzensangelegenheit. Schnell knüpft er Kontakte zu Gleichgesinnten und Mitstreitern und bringt sich ein. Gemeinsam mit Camillo Kupke bringt er 2000 das Buch „Steinerne Chronik“ heraus, in dem er vehement dagegen angeht, dass die Dörfer ihre Gesichter verlieren. Die „Rote Liste“ gefährdeter Kleinkunstwerke ist Zeugnis seines Engagements für die Rettung kulturellen Erbes. Otto Schack will und kann sich nicht beruhigen, wenn es um die Erhaltung gefährdeter Bäume und Häuser geht. Er sagt: „Erst fallen die Bäume, dann fallen die Tore, dann fallen die Häuser“. Und er ist dabei, das erste Schmiedemuseum auf dem Oberbarnim in der Alten Schmiede von Kruge aufzubauen. 1998 gründet er den Verein „Kurmark e. V.“ mit dem Ziel, auf dem Land Kunst und Kultur zu entwickeln und zu fördern und den Erhalt von Maschinen und Gewerken vor Ort zu gewährleisten. Seine Freude ist groß, wenn ihm z. B. ein 200 Jahre alter Blasebalg auf den Hof gebracht wird, den er restaurieren soll, dann lächelt der sonst so ruhig wirkende Mann verschmitzt. Stolz ist Otto Schack aber auch, dass er neugierig geblieben und offen für alles Neue ist.
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