MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Gerhard Schade
Ein Denkmalpfleger durch und durch
Diplom-Ingenieur Architekt BDA
Albrechtstr. 40
99092 Erfurt
Fon: 0361 / 75233654
E-Mail: info@cultusmonumentum.de
Denkmalpflege hat ihn beizeiten fasziniert. Schon als Gerhard Schade aus Erfurt zwölf Jahre alt war, stand für ihn fest, Architektur zu studieren. Seine Familie hält in nunmehr siebter Generation die Bautraditionen wach, erklärt der Sohn eines selbstständigen Zimmermanns. Zudem gab es im Dorf einen Architekten, dem er bereits als Junge gern bei der Arbeit zusah. Gerhard Schade, seit 1973 verheiratet mit Annemarie (Physiotherapeutin), wurde 1949 in Grünberg im Kreis Zwickau geboren. Er besuchte die Erweiterte Oberschule (EOS) und absolvierte parallel eine Berufsausbildung zum Maurer. 1968 machte er sein Abitur mit Auszeichnung und ging danach anderthalb Jahre zur Armee. Als er im September 1970 sein Studium an der Technischen Universität Dresden begann, war er schon FDJ-Sekretär des ersten Studienjahrs. Denn Gerhard engagierte sich bereits seit der 9. Klasse stark in der Freien Deutschen Jugend (FDJ), um seinen Studienwunsch abzusichern. Sein Architekturstudium schloss er nach vier Jahren (1974) mit einem Diplom ab. Weil seine Frau, mit der er zwei Söhne hat (Gunnar, politischer Kabarettist in Erfurt, und Gerald, Sozialpädagoge in Dresden), schon in Erfurt arbeitete, wollte er beruflich natürlich auch dorthin. Über eine Empfehlung seines Professors konnte Gerhard Schade bei der Stadt Erfurt als Architekt anfangen. Heute tragen bekannte Projekte seine planerische Handschrift. Nach der Mitarbeit am 3. Neubaugebiet in Erfurts Norden, Roter Berg, Sanierung des Angers als Boulevard in der Innenstadt war dies die eigenverantwortliche Bearbeitung des ersten komplexen Sanierungsgebietes in der Erfurter Altstadt Große Arche / Domplatz. Es gab eine lange Liste an denkmalgeschützten Häusern und deren Sanierung abzuarbeiten. In der Altstadt hatte er eine Menge zu tun. Gerhard Schade nennt das Jahr 1990 als Zäsur mit dem Beginn der Hessenhilfe für Thüringen zwecks Notsanierung. Er kündigte bei der Stadt und bekam als freier Mitarbeiter und Denkmalpfleger Aufträge vom Büro Rittmannsperger in Darmstadt. Mehrere Wochen zuvor „trainierte“ er dort, um sich einzuarbeiten, bevor er am 1. Juni 1990 ein Büro in der Erfurter Lutherstraße als 2. Planungseinheit des Unternehmens in Darmstadt eröffnete und am Umsatz beteiligt wurde. Vieles was rund um den Domplatz bis zum Domhügel selbst zu sanieren und restaurieren war, daran hat Gerhard Schade mitgewirkt. Der alten Synagoge als wohl ältester ihrer Art in Mitteleuropa hat er seinen Stempel aufgedrückt. Und Gerhard Schade nennt Schloss Friedenstein in Gotha sowie das Studienzentrum der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar als Beispiele seines erfüllten Schaffens, verbunden mit Architekturpreisen, auf die er stolz ist. Sein größter Wunsch? Die Entwicklung seiner beiden Enkeltöchter möchte er miterleben. Dafür wünscht sich Gerhard Schade, der sich in der CDU und in mehreren Vereinen engagiert, viel Gesundheit.