MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Veronika Schaar

Opa Fritz war stets ihr Vorbild

Veronika Schaar

geb. Muyschel
Damaschkestr.  45
08529 Plauen
Fon: 03741 / 445983

Sie ist bei den Großeltern aufgewachsen. Denn ihre Mutter war durch ihren Beruf als Kostümbildnerin am Theater sehr gefordert und hatte wenig Zeit für die Familie. Die Eltern (Vater war Architekt) ließen sich scheiden und so war Veronika Schaar, geborene Muyschel, aus Plauen im Vogtland sehr geprägt von der Liebe und Fürsorge durch Oma Elisabeth und Opa Fritz Fetzer. Bis heute wohnt Veronika Schaar im Haus ihrer Großeltern, die sie stets unterstützt haben. Vor allem Großvater Fritz, er war Lehrer, nahm sie sich immer zu ihrem Vorbild. Veronika Schaar war von 1968–2015 verheiratet mit Richard Schaar (Ingenieur, Bauleiter), der 2015 mit 75 Jahren starb. Tochter Romy (geboren 1977) lebt heute bei Stuttgart und betreibt als selbstständige Modedesignerin zwei Fachgeschäfte in Göppingen. Veronika Schaar ist stolz auf ihr einziges Kind und inzwischen zudem stolze Oma von zwei Enkeln. 1945 in Plauen zur Welt gekommen, ist sie in ihrer Heimatstadt großgeworden und hat von 1951–1961 die Schule besucht. Sie wollte wie ihre Mutter Waltraut zum Theater und Bühnenbildnerin werden. Doch aus dem Berufswunsch wurde nichts und Veronika lernte nach dem Abschluss der 10. Klasse zwei Jahre (1961–1963) beim VEB Wema Plauen (Werkzeugmaschinenfabrik) Technische Zeichnerin. Sie blieb im Volkseigenen Betrieb (VEB) bis 1965 und fing danach im Gaswerk ihrer Stadt an. In den folgenden Jahren von 1968–1978 war Veronika Schaar in ihrem Beruf im Stadtbaubetrieb beschäftigt. Danach begann sie bei der AWG. Eine schwere Krankheit zwang sie, ihre Arbeit als Technische Zeichnerin aufzugeben. Seit 1986 ist Veronika Schaar EU-Rentnerin. Die gebürtige Vogtländerin wünscht sich nichts sehnlicher als Gesundheit, besser laufen zu können und des Öfteren aus dem Haus zu kommen . Sie bekommt viel Hilfe und Unterstützung von einer Privatperson, da ihr die Inanspruchnahme eines Pflegedienstes bisher verwehrt wurde. Zu ihrer 97-jährigen Mutter Waltraut pflegt sie regelmäßigen Kontakt. Veronika Schaar erinnert sich gern an Reisen zu DDR-Zeiten. Dreimal war sie in Ungarn und ist außerdem gern ins Theater gegangen. Alle drei Wochen besuchte sie mit dem Theateranrecht Vorstellungen und Konzerte mit ihrem Ehemann Richard. Zu ihren Lieblingsbeschäftigungen, die sie leider nur noch wenig oder überhaupt nicht mehr ausüben kann, zählt Veronika Schaar das Lesen und die Gartenarbeit. Weil sie viel Zeit allein im Haus ihrer Vorfahren verbringt, freut sich Veronika Schaar jedes Jahr aufs Neue auf das Weihnachtsfest. Dann kommt die ganze Familie zusammen. Auch die Tradition, wenn Nachbarn Pyramiden vor der Adventszeit aufbauen und alles ringsum liebevoll schmücken, will Veronika Schaar nicht missen. Ihr größter Traum ist, besser laufen zu können. Nichts geht über die Gesundheit, hebt die aufgeschlossene Frau aus dem schönen Vogtland hervor.
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