MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Michael Schadt
Farbe im Leben
Maler
Wettinstr. 22
04552 Borna
Fon: 03433 / 200449
Jahrgang 1949, wuchs Michael Schadt in der sächsischen Stadt Borna im Zentrum mit einem Bruder und zwei Schwestern auf. Sportlich und handwerklich geprägt, der Vater war als Lehrausbilder im Ferrowerk Lippendorf tätig, war klar, dass nach dem achtjährigen Schulbesuch ein praktischer Beruf ergriffen werden sollte. Drei Jahre, von 1964 bis 1967 dauerte die Lehre beim Kreisbaubetrieb Borna, der den jungen Gesellen dann übernahm. 1968 rief die Nationale Volksarmee, setzte ihn bei den Grenztruppen in der Rhön ein. Als er nach anderthalb Jahren zurück in die Heimatstadt kam, begann er im Braunkohlenwerk Borna in der Baubrigade. Vor allem bei der Vorrichtung der Werkswohnungen wurde der junge Maler gebraucht. Doch, meist für einen Monat im Jahr, rief die Produktion zum Einsatz in der Brikettfabrik. Da hieß es dann, in drei Schichten als Arbeiter das Geld zu verdienen, auf das die junge Familie (Heirat mit Frau Regine 1969) durchaus angewiesen war. Als 1990 in der Braunkohlenindustrie abgespeckt wurde, entfiel auch sein Arbeitsplatz, im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurde er bis 1991 beim Rückbau betrieblicher Einrichtungen in Lobstädt und Borna eingesetzt. 1991 konnte er bei einem privaten Malermeister wieder in seinem vorigen Beruf anfangen, wirkte bald als Polier. Als 1996 die wirtschaftliche Lage der Firma ins Schwanken geriet, fand er durch eine Anzeige der Stadtverwaltung sein neues Aufgabengebiet. Er setzte sich trotz hundert Bewerbern durch, war nun, meist allein arbeitend, für die malermäßige Instandsetzung der Schulen, Kindergärten, des Rathauses und weiterer Amtsgebäude verantwortlich. Über Altersteilzeitregelung ab 2009 ging Michael Schadt im Jahr 2012 in den Ruhestand. Der Vater zweier Kinder (Tochter Anke 1970 und Sohn Ronny 1973) hatte mit seiner Frau das Haus der Schwiegermutter übernehmen können und z. T. mit viel Eigenleistung ausbauen können. Dies Haus hat er inzwischen seinen Kindern übertragen. Seit sechs Jahren lebt Michael Schadt nun mit seiner Lebensgefährtin Monika zusammen, freut sich aber weiter an der Familie, besonders an den drei Enkeln.
Zu DDR-Zeiten war für zwanzig Jahre der jährliche Camping-Urlaub mit befreundeten Familien wichtige Gelegenheit, von den Mühen des Berufslebens Abstand zu gewinnen.