MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Siegfried Sauerteig
Das Glück gehört dem Tüchtigen
Meister des Kfz-Handwerks
Am Park 3
99095 Erfurt-Mittelhausen
Fon: 0361/ 735042
Der 1937 in Erfurt geborene Siegfried Sauerteig wuchs weitgehend in Riethnordhausen in einer landwirtschaftlich geprägten Familie auf. Er besuchte die Schule bis zur 8. Klasse. In Erfurt-Nord absolvierte er bis 1954 eine zweijährige Lehre als Traktorenschlosser, Motoren waren seine Welt. In der Maschinen-Traktoren-Station (MTS) im nahen Eckstedt wurde der Brigadeschlosser nicht lange glücklich. Bereits 1956 wechselte er deshalb zum VEB Kraftverkehr Erfurt als Fahrzeugschlosser. Sein Einsatzbereich erweiterte sich, als er im Herbst 1957 von den Erfurter Verkehrsbetrieben übernommen wurde. LKW, PKW (Taxi) und Omnibusse betreute er in der Werkstatt, war teilweise selbst als Busfahrer im Einsatz. Siegfried Sauerteig war stets darauf bedacht sich weiterzubilden. Er absolvierte entsprechende Lehrgänge, wurde Schweißverantwortlicher der Verkehrsbetriebe, ließ sich an der Handwerkskammer zum Meister ausbilden, hielt im März 1963 den Meisterbrief des Kraftfahrzeug-Handwerks in Händen, wurde danach als Brigadier eingesetzt. Das Abendstudium an der Ingenieurschule für Feinwerktechnik, im Vorbereitungslehrgang hatte er den Abschluss der 10. Klasse nachgeholt, brach er nach sechs Semestern ab, als der Schwiegervater 1967 starb, er nach anfänglichen bürokratischen Schwierigkeiten dessen Werkstatt in Mittelhausen übernehmen konnte. Als er die Genehmigung für Kfz-Werkstatt und Schlosserei im Oktober 1967 in den Händen hielt, begannen erfolgreiche Jahre mit Autoreparaturen (Vertragswerkstatt für den Trabant) und im Stahlbau (u. a. für den Chemieanlagenbauer CHEMA in Rudisleben). Als sozialistisches Wirtschaften und damit der „Trabi“ Geschichte wurden, führte er die Firma als freie Werkstatt bis heute fort, wenn er auch in den letzten Jahren begann, etwas kürzer zu treten. Denn der heimatverbundene Thüringer hatte zeitlebens noch andere Aufgaben. Seit 60 Jahren ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, agierte als Brandmeister für acht Dörfer, engagierte sich in der Innung und im Gesellenprüfungsausschuss der Handwerkskammer. Seit der Kindheit spielt er Akkordeon und Posaune, als Mitglied der Nödaer Blasmusikanten ist er viel unterwegs. Ein Intensivkurs an der Volkshochschule machte ihn fit, um auf Reisen sicher durch die Welt zu kommen.
Drei Kinder, vier Enkel, zwei Urenkel sind gemeinsame Bilanz mit Frau Hella (Kindergärtnerin, Facharbeiterin für Lagerwirtschaft und mithelfende Ehefrau), die Siegfried Sauerteig 1959 geheiratet hatte, deren Pflege ihm heute wichtigstes Anliegen sein muss.
2