MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Albert Röthel
Der tanzende Malermeister
Malermeister
Alte Promenade 2
06526 Sangerhausen
Fon: 03464 / 517373
Fax: 03464 / 517372
E-Mail: maler.roethel(at)t-online.de
Wenn Heidelore Röthel zu einem Unterhaltungsabend mit Tanz erscheint, könnte sie von vielen Frauen beneidet werden, denn sie hat einen perfekten Tanzpartner, ihren Ehemann, den Malermeister Albert Röthel. 13 Jahre lang, bis 2001, haben sie in ihrer Freizeit einen Gesellschaftstanzverein besucht, haben die Harmonie zwischen Körper und Seele genossen, die sich aus dem Zusammenklang von Bewegung und Musik ergibt. Über 40 Jahre sind vergangen, seit Albert um die Hand von Heidelore anhielt und den Bund fürs Leben mit ihr schloss.
Sangerhausen war die Stadt, in der Albert im August 1947 seinen ersten Blick ins Leben tat. In die Schulbücher blickte er bis zum Abschluss der 8. Klasse ebenfalls in Sangerhausen und Maler lernte er auch in Sangerhausen, im Wohnungsbaukombinat. Maler war sein erster und einziger Berufswunsch, seit er seinen großen Bruder manchmal zu dessen Arbeit begleiten durfte. Es machte schon dem Knaben Spaß, Farben auszuwählen und gegeneinanderzustellen, und vor allem sah man abends, was tagsüber geleistet worden war.
Vier Jahre arbeitete Albert Röthel nach der Lehre noch im WBK. Aus gesundheitlichen Gründen musste er seinen Beruf dann vorübergehend aufgeben. „Das war eine schwere Zeit damals“, erinnert sich der Malermeister, „denn ich war schon verheiratet und hatte zwei Kinder. Aber mit tatkräftiger Unterstützung meiner Frau habe ich es geschafft, auch diese Jahre durchzustehen.“
Nach dem Grundwehrdienst machte Albert Röthel den Abschluss der 10. Klasse nach und ließ sich zum Berufskraftfahrer ausbilden.
Sieben Jahre arbeitete er im neuen Beruf. Aber so richtig zufrieden war er nicht. Da inzwischen die gesundheitlichen Gründe weggefallen waren, wechselte Albert Röthel wieder in einen Malerbetrieb.
Einfacher als gedacht war es dann, eine eigene Firma zu gründen. Im Februar 1983 wurde der „Malerbetrieb Albert Röthel“ in die Handwerksrolle der Handwerkskammer Halle eingetragen. Seinen Wunsch nach absoluter Selbstständigkeit hat sich Albert Röthel aber erst 1988 mit dem Meistertitel selbst erfüllt. Bis zur Wende arbeitete er allein. Danach stellte der Meister bis zu 30 Mitarbeiter ein und bildete mehrere Lehrlinge aus. Jetzt musste er die meisten wieder entlassen – die Aufträge wurden weniger und die Zahlungsmoral schlechter.
Jana, seine1982 geborene dritte Tochter, war die letzte Azubi.
Um erfolgreich am Markt zu bleiben, setzt der Malermeister Albert Röthel immer noch und immer wieder auf seine Firmenphilosophie: Nur Qualitätsarbeit schafft zufriedene Kunden, und zufriedene Kunden reden drüber und kommen selbst wieder.