MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Siegmund Rößner

Durch die Prüfungen des Lebens mit aufrechtem Gang gehen

Siegmund Rößner

Elektromechaniker und Kaninchenzüchter
Bergstr. 18         
09306 Königshein-Wiederau OT Stein
Fon: 037383  / 68581

Siegmund Rößner blickt mit Stolz auf seinen Erfolg sowohl im Berufs aber auch im Privatleben zurück. Er wird 1936 geboren und träumt davon, einmal Uhrmacher zu werden. Die Schweißhände machen ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Sein Vater, ein fähiger Mensch, hat Neider im Ort, die ihn 1945 denunzieren, so dass er nach den Kontrollratsgesetzen verurteilt wird. Siegmund Rößner wächst mit einer Schwester auf und geht oft in den Wald Pilze sammeln, um die Familie in schwerer Zeit zu unterstützen. Nach dem der Schulzeit bekommt Siegmund Rößner wegen des Vaters keine Lehrstelle, arbeitet zunächst ein Jahr bei einem Gärtner und kann dann durch Vermittlung den Beruf eines Mechanikers bei der Firma Chroma erlernen, die Schreib- und Büromaschinen produziert. Im Jahr 1950 nimmt er am Deutschlandtreffen in Berlin teil und hält sich auch im Westteil der Stadt auf. Er bekommt großen Ärger, eine engagierte SED-Genossin setzt sich für ihn ein und droht sogar mit dem eigenen Parteiaustritt. Nach 1990 stellt Siegmund Rößner fest, dass er sein ganzes Leben beobachtet worden ist. Im Jahr 1957 heiratet er seine Frau Eugene, eine Näherin, ein Jahr später wird der Sohn Stefan geboren. Dieser arbeitet als Ofensetzer und Fliesenleger und hat zwei Kinder. Er verstirbt 2005, im Jahr 2012 folgt ihm seine Mutter. Siegmund Rößner arbeitet 35 Jahre im RFT-Gerätewerk und muss den Betrieb 1991 verlassen. „Wir haben hier Fernschreiber hergestellt und die Leiterplatten selbst gefertigt und gesteckt“, erinnert er sich an sein Berufsleben und denkt noch heute gern an das gute Verhältnis zu den Kollegen und zu den Ingenieuren zurück. Die friedliche Revolution erlebt Siegmund Rößner im Herbst 1989 in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, mit. Deren Erfolg hat seiner Meinung nach auch etwas mit den moderaten Kräften in der SED-Führung zu tun. Nach fünf Jahren Vorruhestand und 18 Prozent Abzug kann er 1996 in die Rente gehen. In den letzten Arbeitsjahren muss er wegen ungünstiger Abfahrtzeiten der Züge früher mit der Arbeit aufhören, dies wirkt sich bei der Berechnung der Rente negativ aus. Bis heute lebt Siegmund Rößner in seinem Elternhaus, das er inzwischen Tipp-topp saniert hat. Er fühlt sich sehr wohl in seiner Region und arbeitet seit der Berentung viel im Garten. Früher hat er auch Briefmarken gesammelt und betreibt heute eine intensive Ahnenforschung, um die Herkunft seiner Familie zu erkunden. Siegmund Rößner engagiert sich im Kleintierzüchterverein „Göritzhain-Stein“ in der Sparte Kaninchenzüchter und Geflügel. Er würde gern vielen Menschen noch besser helfen können und wünscht sich vor allem, sein Leben bis zum Ende bei guter Gesundheit genießen zu können.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz