MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Barbara Röth

Als Krankenschwester und Journalistin unterwegs

Barbara Röth

Barbara Röth geb. Ludwig
Rentnerin
Marzahner Promenade 14 / 1106
12679 Berlin

hre Mutter war Krankenschwester, der Vater, jüdischer Rechtsanwalt, starb im KZ. Die Flucht der Familie endet 1945 in Krostitz, wo sie von der Großtante aufgenommen werden. 1937 in Breslau geboren, erlebt Barbara Röth den Krieg hautnah, die Bombenangriffe, den Hunger. Zur Einschulung 1944 erhält sie statt der Schultüte ein Leberwurstbrötchen, für sie etwas ganz Besonderes In Leipzig besucht sie bis 1952 die Volksschule. Sie absolviert dann an der Medizinischen Fachschule die Ausbildung als Krankenschwester. 1956 legt sie das Examen ab, qualifiziert sich zur Operationsschwester und ist drei Jahre in Prenzlau tätig. Wieder in Leipzig, studiert sie im Fernstudium Journalistik. Sie heiratet und folgt ihrem Ehemann (Offizier) nach Berlin. Als Mitglied des DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschlands) schreibt sie bereits kleine Artikel. Infolge ist sie in Fürstenwalde bei der Zeitung „Neuer Tag“, dann in Berlin bei einer Französischen Zeitung tätig. Fünf Jahre ist sie verantwortliche Redakteurin der Medizinischen Fachzeitschrift (MTV) Bis zur Wende arbeitet sie in der Kader Abteilung des Staatlichen Versorgungskontors für Medizin- und Pharmazietechnik - zuständig für die Weiterbildung. In Marzahn schreibt sie für die Betriebszeitung „7. Oktober“. Als der Betrieb aufgelöst wird, stellt der neue Betrieb stellt sie nach kurzer Zeit wieder ein, nun als Mitarbeiterin der Retouren-Abteilung. Sie ist hier bis zu ihrem Ruhestand beschäftigt. Heute noch hat sie gute Kontakte zu den ehemaligen Kollegen. Vorsitzende der Frauenkommission ihres Betriebs, 15 Jahre im Mieterbeirat,, ist sie bis heute in der Volkssolidarität aktiv. Sie ist Mitglied der Partei Die Linke und engagiert sich im Mieterclub des Hauses. In der Schulzeit war sie im Chor. Sie ist auch gern Ski gefahren. Zur Wende stirbt ihr Ehemann. 1990 ist sie das erste Mal im Westteil Berlins. „Die DDR war für mich meine Heimat, ich war dort zu Hause“, erklärt sie. Die Familie bedeutet ihr sehr viel. Sie ist stolz auf den Ehemann, der zuletzt Richter am Stadtgericht von Berlin gewesen ist, stolz auf ihre drei Kinder und drei Enkel. Glück bedeutet für sie „Liebe“. Die 76 Jährige lebt gern in Berlin. „Berlin ist für mich alles“, sagt sie. Sie schätzt „Ehrlichkeit und Wissen“ ihrer Mitmenschen. Gern würde sie Fremdsprachen können. Ihr großer Traum: „Frieden auf der ganzen Welt.“
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