MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Olga Sachs
Perfekt nicht nur mit Nadel und Faden
Inhaberin einer Änderungsschneiderei
Wittenberger Straße 80 12689 Berlin Fon: 030 / 43021861
In dem kleinen, sehr ordentlich wirkenden Geschäft der sympathischen Unternehmerin stehen sechs Nähmaschinen, aber auch Computer für die modernen Arbeiten. Daneben liegen viele verschiedene Garne und Kartons mit abzuholender Ware. Erstaunlich, was die in Kasachstan geborene Frau mit der Zeit so alles geschafft hat. Im anschließenden Einkaufszentrum ist sie gut bekannt und wird von vielen Mitarbeitern und Kunden freundlich begrüßt.
Olga Sachs wurde am 17.01.1978 in Tenirtau/Kasachstan geboren, kam aber bereits mit zwei Jahren nach Russland und 1993 im Zuge einer Familienzusammenführung nach Deutschland. So besuchte sie in Russland und Deutschland die Schule bis zur 9. Klasse. 1994 lernte sie ihren Ehemann Viktor kennen, den sie im Alter von 18 Jahren heiratete. 1997 kam der erste Sohn zur Welt. Dann erlernte sie den Beruf einer Einzelhandelskauffrau im Lebensmittelhandel und besuchte ein Jahr ein Gymnasium. Nach der Geburt des zweiten Sohnes im Jahre 2003 arbeitete sie in der Änderungsschneiderei ihrer Mutter mit, die diese erfolgreich in der Allee der Kosmonauten betrieb. Der Erfolg war so groß, das sich Frau Sachs entschloss, eine eigene Filiale zu gründen. So machte sie sich 2006 selbstständig und eröffnete ihr Geschäft in der Wittenberger Straße. Neben Änderungen und Reparaturen an Kleidungsstücken werden hier auch Gardinen und Kissenbezüge genäht. Weiterhin ist eine computergesteuerte Stickerei integriert, gibt es einen Kartenverkauf sowie die Annahme von chemischer Reinigung, Wäscherei und Schuhreparaturen. Zudem betreibt die flexible Geschäftsfrau noch einen Hermes-Shop. Diese Mischung ermöglicht ein erfolgreiches Weiterbestehen auch in der Zukunft und gibt die Möglichkeit, neue Kunden auch für andere Angebote wie die Änderungsschneiderei zu interessieren. Grundsätzlich steht für die fleißige Fachfrau die Kundenzufriedenheit an allererster Stelle.
In ihrer knapp bemessenen Freizeit steht natürlich die Familie im Vordergrund. Als Vorbild nennt sie ihre Mutter, die viel leiste und hart im Nehmen sei. Gern bastelt und näht die erfolgreiche Unternehmerin auch zuhause, sie arbeitet im Garten, fährt Rad, kocht bei Festen gern russische Gerichte und reist mit Mann und Kindern mit dem Auto vor allem nach Italien, wo ihnen Venedig besonders gut gefällt.