MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. Eberhard Röhner
Die Literatur lässt ihn einfach nicht los
Lehrer für Deutsch und Fremdsprachen
Waldemarstraße 48
13156 Berlin
Fon: 030 / 4762147
Eberhard Röhner wurde am 26. Februar 1929 in Brünlos im schönen Erzgebirge geboren. Obwohl er Arbeiterkind war konnte er die Oberschule besuchen und sein Abitur zu machen.
1947 wurde er Neulehrer. Über verschiedene Stationen der Entwicklung arbeitete er in Landschulen, wurde Schulleiter und bald gelang ihm auch der Sprung in einen höheren Verantwortungs-bereich. Seine persönliche Stärke, Neues kennenzulernen und mit Energie diese neue Herausforderung zu meistern, waren dafür wohl auschlaggebend.
So wurde Eberhard Röhner Bezirksschulinspektor in Dresden und später stellvertretender Leiter des Instituts für Lehrerbildung Radebeul. 1958 schließlich wurde er für drei Jahre an das Institut für Fremdsprachen in Peking delegiert.
Zurückgekehrt in die DDR, war er in Leipzig am Pädagogischen Institut tätig und begannt dann am Institut für Gesellschaftswissenschaften in Berlin eine Aspirantur. Das Thema seiner Doktorarbeit lautete: “Arbeitergestalten in der deutschen Literatur”. Das war eine schöne lohnende Aufgabe, ein weites Feld, und auch heute noch, viele Jahre nach seiner Dissertation, kommt er nicht von der Literatur los, und als Rentner schon gar nicht.
Die Arbeit in diesem Fach setzte er auch an der Parteihochschule fort. Er arbeitete dann als Lehrstuhlleiter für Kulturpolitik und ging 1989 in den Vorruhestand. Er gab mehrere Publikationen im Laufe seiner Tätigkeit heraus. Er leitete Kurse für Neueinsteiger in die Touristik. 1991 setzte er sich schließlich zur Ruhe, die bei ihm keine Ruhe war und ist.
Er nimmt gern an Diskussionsrunden teil und betätigt sich im Kulturverein „Helle Panke“. Am wichtigsten in seiner Freizeit war und ist ihm aber immer die Familie geblieben: Seine Ehefrau, inzwischen verstorben, und der gemeinsame Sohn, nicht zuletzt die beiden Enkelkinder, inzwischen 32 bzw. 34 Jahre alt, und zwei Urenkel, die auch schon zur Großfamilie gehören.
„Glück“, so sagt der heute 80jährige, „ist das Gefühl, dass man bei seinen Kindern gewisse Orientierungspunkte setzen kann, damit sie ihren eigenen Weg gehen können.“ Eine Lebenserfahrung aus einer an Ereignissen wahrlich nicht armen Zeit.