MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. Wolfgang Sachs

Wahres Glück ist nur in den kleinen Dingen erlebbar

Wolfgang Sachs
Hals-, Nasen-, Ohren- Arzt, i. R.

Voßstraße 20
18273 Güstrow

Wolfgang Sachs kam am 11. Dezember 1941 in Stettin zur Welt. Flucht und Vertreibung führten ihn in jene Region, die für ihn zur neuen Heimat wurde – nach Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern. Nach Schulbildung, Abitur und zwei Jahren Dienst in der NVA, um einen Studienplatz zu ergattern, konnte er tatsächlich in Rostock Medizin studieren. Auch mit einem sehr guten Abitur hatte er bereits die Grundlage dafür gelegt. Es folgten die Übernahme als Assistenzarzt, eine Facharztausbildung und Promotion im Bereich HNO (Hals, Nase, Ohren) und schließlich eine 37 lange Jahre währende Tätigkeit als HNO-Arzt am Kranken- haus in Güstrow, bis zu seinem Ausscheiden dort im Jahre 2005. Das liest sich heute beinahe wie selbstverständlich und problemlos, enthält aber so gut wie ein ganzes Leben im Dienste der Medizin zu Nutzen und Fromm am Menschen. Kein Wunder, dass im Güstrower Krankenhaus in der Ehrenloge bereits ein Ölgemälde von Dr. Sachs mit seinem Porträt hängt! Als er seine Laufbahn begann, gab es relativ wenig HNO-Ärzte in der Region. Über 20 Jahre lang war er dann Chefarzt mit einem sehr guten Ruf und weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Zu DDR-Zeiten ging ein Drittel der Patienten aus dem gesamten Bezirk Schwerin zu ihm in die Praxis, die 15 bis 20 Mitarbeiter hatte, und wo viele Ärzte unter seiner Leitung ihren Facharzt machten. Mit seiner zweiten Frau Margrit ist er seit 1987 verheiratet; seine erste Ehefrau ist verstorben. Seine vier Kinder Michael, Folker, Robert und Tochter Jennifer sind heute alle im medizinischen Dienst tätig. Sechs Enkelkinder gehören auch schon zur Großfamilie. Dr. Wolfgang Sachs erhielt zahlreiche Anerkennungen auf seinem Fachgebiet und für das breite Spektrum seiner ehrenamtlichen Tätigkeit, u. a. als Mitglied des Domgemeinderates. Zwei seiner Vorbilder sind der berühmte polnische Arzt Janusz Korczak und der heilig gesprochene polnische Priester Kolbe, die beide unter der Naziherrschaft für andere Menschen in den Tod gingen. Als seine eigenen Stärken empfindet er heute rückblickend seine Ausgeglichenheit und Besonnenheit, seine Einsatzfreudigkeit, aber auch seine Fähigkeit zum Friedenstiften als wichtig. Auf den Zusammenhalt der Familie ist er besonders stolz. Glück ist flüchtig, sagt er, „es sind nämlich nicht die großen Dinge, sondern wahres Glück ist immer nur im Kleinen erlebbar und erfaßbar.“
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