MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Volker Brauer

Vom Gärtner zum Schulleiter

Volker Brauer

Oberstudiendirektor
Schulleiter der Ernst-Benary-Schule i. R.
99090 Erfurt OT Kühnhausen

Mit seiner Schule fühlt er sich noch immer sehr verbunden. Volker Brauer aus Erfurt hat nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2011 vier Jahre gebraucht, um loslassen zu können. Dabei wurde der Thüringer zunächst Gärtner, bevor er sich für die Pädagogen-Laufbahn entschied. Seit 1969 mit seiner Jugendliebe Brunhild (Lehrerin, Schulleiterin i. R.) glücklich verheiratet (zwei Kinder, vier Enkel) wohnt er heute im Ortsteil Kühnhausen. Geboren 1946 in Apolda, aufgewachsen in Pfiffelbach, machte Volker Brauer nach dem Abschluss der 10. Klasse eine Berufsausbildung zum Gärtner mit Abitur in Erfurt. Seine Eltern stammten aus der Landwirtschaft, da war es naheliegend, dass sich der Sohn fürs Gärtnerische interessierte. Nach seiner Armeezeit studierte er Gartenbau an der Humboldt-Universität in Berlin (Diplomgartenbauingenieur). Als Brigadeleiter im VEG Saatzucht Erfurt-Mittelhausen sammelte Volker Brauer erste Erfahrungen bei der Ausbildung von Jugendlichen. 1974 wurde er offiziell Angehöriger der Betriebsberufsschule (BBS) und bildete im Betrieb Lehrlinge aus. Im Herbst 1975 machte der junge Familienvater seinen Abschluss zum Ingenieurpädagogen in Schwerin und wurde Lehrobermeister. Der Abschluss als Berufsschullehrer durch ein Fernstudium in Berlin (1979) war die Grundlage für seine weitere berufliche Entwicklung. Im Laufe der Jahre übernahm Volker Brauer immer mehr Verantwortung, stieg zum stellvertretenden Direktor der BBS auf und wurde schließlich im Zuge der Berufsfeldbereinigung der Erfurter Berufsschulen nach der Wende Schulleiter für Gärtner und Floristen. Immer mehr Berufe kamen hinzu, unter anderem Frisöre, Kosmetiker, Konditoren, Bäcker, Fleischer und Fachverkäufer. Die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich schlagartig. Wenn Volker Brauer auf die zwei Jahrzehnte von 1991-2011 als Schulleiter zurückblickt, so spricht er von einer Zeit des Gestaltens. Bildungsgänge (Berufsfachschule, Fachoberschule) wurden entwickelt und er gründete die Hotelfachschule, an der sich Köche und Restaurant- sowie Hotelfachleute für die mittlere Leitungsebene qualifizieren konnten. Es war eine kreative und fruchtbare Zeit des Lehrens und Lernens. Die jungen Leute, zumeist hochmotiviert, lagen Volker Brauer am Herzen. Mit 65 Jahren ging er 2011 in den Ruhestand. Seit dieser Zeit ist der Oberstudiendirektor und Leiter der „Ernst-Benary-Schule“ i. R. mit seiner Frau zu Hause und genießt das Familienleben. Die Enkelbetreuung nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein. Zudem wandert das Ehepaar gern und legt Wert auf Traditionen. Dazu gehören regelmäßige Klassentreffen. Gesund bleiben und für die Familie da sein, das bedeutet Glück für Volker Brauer. Manchmal möchte er besser mit dem Computer umgehen und auch die eine oder andere Fremdsprache beherrschen können. Er ist stolz auf das Erreichte und auf seine ganze Familie. Seiner Schule fühlt er sich ehrenamtlich noch sehr verbunden. Blickt er zurück, denkt Volker Brauer immer wieder gern an Schüleraustausche, die er im Rahmen von Kontakten zu Partner-Bildungseinrichtungen aufgebaut hat – unter anderem bis nach Litauen, Estland, Frankreich, Polen, Italien und Ungarn.
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