MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Klaus und Käthe Brake
Arbeitsschutz, Krankenheilung und familiäres Wohlergehen
Dipl.-Ing., Fachingenieur
Krankenschwester
Benkendorfer Str. 49
06128 Halle / Saale
Nun sind es die 250 Quadratmeter Garten, die Klaus Brakes Tätigkeitsdrang Erfüllung geben. Längst dürfen er und Ehefrau Käthe den erfüllten Ruhestand genießen, sind die nun schon über fünfzig gemeinsam verbrachten Jahre (Heirat 1962) ein großes Geschenk.
Geboren wurde Klaus Brake 1940 in Thale am Harz. Im nahen Weddersleben ging er die ersten Jahre zur Schule, konnte auf der Oberschule der Nachbarstadt Quedlinburg 1958 das Abitur ablegen. Doch praktisch veranlagt, trat er kurz eine Elektrikerlehre an, bevor es dann doch nach Apolda zum Studium ging. Der fertige Ingenieur für Baustofftechnologie begann 1961 im Ziegelwerk Halle-Bruckdorf, wechselte nach anderthalb Jahren ins zum Kombinatsverbund gehörende Ingenieurbüro in den Bereich Projektierung. Was als vorübergehende Maßnahme gedacht war, erwies sich als Glücksfall, viele Jahre sollte er hier an der planerischen Vorbereitung kompletter Ziegelwerke für den ganzen DDR-Bereich wirken. Ein weiterführendes Studium 1972/74 qualifizierte ihn zum Fachingenieur für Arbeitsschutz, so dass er nun vor allem als Sicherheitsingenieur eingesetzt wurde. Schweizer Investoren übernahmen 1990 nur ein Drittel der Mannschaft, beriefen allerdings Klaus Brake zum Prokuristen, so dass er die schwere Aufgabe hatte, einem Teil der langjährigen Kollegen das Aus zu vermitteln. Als er 1994 ausschied, die Zusammenarbeit mit den Leuten aus der Schweiz verlief nicht immer konfliktfrei, fand er mit einem Chef aus dem Westberliner Raum wieder Zugang zu seinem zweiten eigentlichen Bereich Arbeits-, Gesundheits-, Brand- und nunmehr verstärkt Umweltschutz. Aus der Ein-Mann-Außenstelle wurde ein zwölfköpfiges Team, welches im Halleschen Großraum erfolgreich (weil zuverlässig und immer schnell zur Stelle) Aufträge generierte.
Käthe Brake, Jahrgang 1942, besuchte die ersten Jahre in Sulzbach, dann in ihrer Geburtsstadt Apolda die Schule, absolvierte am Diakonissenkrankenhaus Weimar ihre Ausbildung zur Krankenschwester, arbeitete nach dem Umzug nach Halle/ Saale im Krankenhaus Dölau, dann als OP-Schwester in der Augenklinik. Nach der Geburt der drei Kinder (Tochter Sybille, Söhne Bernd und Jens) war sie als Gemeindeschwester bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad unterwegs. Die Betreuung, vor allem der älteren Generation, setzte sie in den späteren Jahren im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt fort. Die politische Aufregung des Jahres 1989 wurde durch mehrere Todesfälle in der Familie emotional überlagert. Käthe und Klaus Brake freuen sich am ersten Enkel- und bald am Urenkelkind.