MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Peter Rödger

Eine Idee mit Folgen – 40 Jahre Tradition

Peter Rödger

Dipl.- Ing. (FH)
Ansprechpartner IG Absolventen Sömmerda
Stadtring 26
99610 Sömmerda
Fon: 03634 / 622674

Als Peter Rödger 1972 als frisch gebackener Hochschulabsolvent nach Sömmerda kam, stellte er fest, dass es hier an ansprechenden kulturellen Angeboten für junge Leute mangelte. Gemeinsam mit zwei weiteren Bewohnern seiner WG stieß er durch Zufall auf den gerade neu gegründeten „Klub der Intelligenz“ in der Uhlandstraße. Dort entstand quasi aus einer „Bierlaune“ heraus die Idee, eine Interessengemeinschaft (IG) Absolventen und Studentenklub zu gründen. In Folge trafen sich hier nun Gleichgesinnte, die durch ihre Arbeit nach Sömmerda gekommen waren. Anfangs als gesellige Abende gestaltet, entwickelte sich daraus bald ein reges Klubleben mit Veranstaltungen und Ausflugsangeboten. Die Bandbreite reichte von Diskussionsveranstaltungen zu unterschiedlichen gesellschaftlichen Themen über Jazzabende, Filmveranstaltungen (eigener Filmklub), Faschingsfeiern und vieles mehr. Die Ausflugstätigkeit begann mit Himmelfahrtstouren in die Umgebung der Stadt, es gab Highlights wie eine Floßfahrt mit einem Eigenbau auf der Unstrut, einer Fahrt in einer amerikanischen Stretchlimousine sowie einer Safari auf den „Kilimandscharo“. Nach der Wende entwickelte sich „Männer & Tour“. Seit 1993 unternehmen Mitglieder der IG einmal jährlich eine Geschichts- und Kulturreise an verschiedene Stätten Europas. Beim Besuch der Gedenkstätte zur Schlacht bei Jena und Auerstedt entstand der Gedanke, 2013 die Nachstellung der Völkerschlacht bei Leipzig in historischen Uniformen als Lützower Jäger („Schwarze Gesellen“) zu bereichern. „Dies war ein voller Erfolg und sicherlich ein Höhepunkt unseres Gemeinschaftslebens“, sagt Peter Rödger. Mit Stolz konnte er 2012 auf das 40-jährige Bestehen der IG zurückblicken. Von Beginn an hat diese ihre Arbeit und Ergebnisse publiziert und so der Öffentlichkeit über Sömmerda hinaus nahe gebracht. In den 70er Jahren waren es durchschnittlich 50 Mitglieder, geblieben ist ein „harter Kern“ von etwa 15 – 20 Mitstreitern. Maßgeblichen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte hat seit Gründung der IG als 1.Ansprechpartner Peter Rödger. Er wurde 1948 in Wolfen geboren, absolvierte dort die Erweiterte Oberschule (EOS) bis zum Abitur mit gleichzeitiger Facharbeiterausbildung im VEB Farbenwerk Wolfen zum Elektriker. Anschließend arbeitete er noch einige Monate im Lehrbetrieb, dann musste er für anderthalb Jahre zum NVA- Wehrdienst. Ab September 1969 folgte ein vierjähriges Studium an der Ingenieurhochschule Zittau im Bereich Energiewirtschaft, das er als Ingenieur für Industrielle Energiewirtschaft (nachdiplomiert zum Dipl.- Ing. (FH) nach der Wende) beendete. Durch die Studienvermittlung kam er nach Sömmerda in das Büromaschinenwerk. Hier arbeitete Peter Rödger bis zur Liquidation des Betriebes nach der Wende als Umweltschutzbeauftragter. Er war damals einer der ersten, die im Kombinat Robotron auf diesem Fachgebiet tätig wurden. Von 1976-1979 hatte er deshalb auch noch ein postgraduales Studium an der TH Merseburg zum Fachingenieur mit Fachabschluss „Reinhaltung der Luft“ absolviert. Peter Rödger war maßgeblich beteiligt am Aufbau eines Umweltaktivs im Büromaschinenwerk und wurde später Sachgebietsleiter des Bereiches Umwelt und Wasser. Nach der betriebsbedingten Kündigung zum 31.12.1991 infolge Liquidation war er noch bis März des Folgejahres in der Liquidationsgesellschaft beschäftigt und verantwortlich für Entsorgungsaufgaben. Dann kündigte er und nutzte ein Angebot als technischer Berater für eine Umweltfirma aus den alten Bundesländern in deren Filiale Warza (bei Gotha) tätig zu werden. Doch hier wurde ihm bereits nach einem Jahr auf Grund mangelnder Auftragslage gekündigt. Er hatte jedoch Glück mit einer Bewerbung beim Thüringer Umweltministerium und konnte hier bis 2008 als Sachbearbeiter auf dem Gebiet der Altlastensanierung in Thüringen seine Fachkenntnisse anwenden. Dann ging er in den Ruhestand. Seit 1975 ist Peter Rödger mit Ehefrau Beate, einer studierten Ökonomin, verheiratet. Sie war auch im Büromaschinenwerk tätig und fand nach der Wende beim Rechnungshof Thüringen eine neue berufliche Zukunft. Ihre beiden Söhne leben und arbeiten in der Region.
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