MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Klaus-Dieter und Veronika Röhl

Stolz auf die tolle Familie

Klaus-Dieter und Veronika Röhl

Dübener Str. 1
06905 Bad Schmiedeberg OT Großkorgau
Fon: 034925 / 79135

Klaus-Dieter Röhl wurde 1949 geboren Er absolvierte nach der 10. Klasse (1955–1965) in der Filmfabrik Wolfen eine Lehre zum Schlosser, wechselte dann den Betrieb um sich mit Verdienst und Fahrweg zu verbessern. Nachdem in seiner neuen Arbeitsstelle (Keramikwerk Bad Schmiedeberg) Umstrukturierungen zur Stilllegung von Bereichen führten, ging er auf Montage für den Apparate- und Chemieanlagenbau Reinsdorf und war DDR-weit im Chemieanlagenbau beschäftigt. Der Betrieb produzierte, die Montagekräfte bauten vor Ort die Anlagen auf. Er erinnert sich noch, wie das damals war: Aluminium und Edelstahl wurden verarbeitet, hochwertige Materialien, die es nur auf Grundlage von Bilanzierung und Ministerbeschluss gab. Das führte zu einem betrieblichen Tauschhandel „gib mir das, bekommst du das“, erzählt er lachend. Aber die Arbeit hat ihm Spaß gemacht und nachdem er die Meisterschule besucht hatte, wurde er als Bauleiter eingesetzt. Doch ein Jahr später kam die Wende und mit ihr die Zeit der Treuhand und ihrer Verkäufe. Nachdem bekannt war, dass auch sein Betrieb veräußert werden würde und man sich in diesem Zug von der Montageabteilung trennen wolle, übernahm sein Montageleiter Verantwortung und sorgte dafür, dass 85 der 100 Kollegen aus diesem Bereich im Kraftanlagenbau München neue Arbeitsverträge erhielten. Sie kündigten, bevor sie gekündigt werden konnten, was zuvor so manche schlaflose Nacht bescherte, mit der Überlegung, ob man sich richtig entschieden hatte. Klaus-Dieter Röhl wurde wieder als Meister eingesetzt und als er in die Altersteilzeit und 2012 in die Rente ging, hatte er 22 Jahre im sozialistischen, 21 Jahre im kapitalistischem System gearbeitet und in beiden seinen Mann gestanden. Ehefrau Veronika, 1953 geboren, bestand 1971 erfolgreich das Abitur und studierte im Anschluss an der Pädagogischen Hochschule Leipzig. Als Diplom-Lehrerin (Deutsch, Russisch) schloss sie 1975 ab, nahm die Lehrtätigkeit in der Heimschule Pretzsch auf. 17 Jahre lang arbeitet sie hier, wechselte 1992 an das neu entstandene Gymnasium in Pretzsch, lehrte hier Latein in einer 7. Klasse. Dazu bildete sie sich in diesem Fach auf der Volkshochschule weiter. 2004 wurde das Gymnasium geschlossen, das Kollegium auf andere Schulen in Wittenberg, Gräfenhainichen und Jessen verteilt. Veronika Röhl kam an das Melanchthon-Gymnasium in Wittenberg, das nach Fusion mit dem Martin-Luther-Gymnasium zum Luther-Melanchthon-Gymnasium wurde. 2012 ging sie in die Altersteilzeit. Als Lehrerin schätzt sie heute ein: Kinderfreundlich ist der Staat nicht, aber die Reisefreiheit ist sehr schön und die Infrastruktur-Verbesserungen ebenso. Veronika Röhl hat nach der Wende zwei Legislaturperioden im Gemeinderat an positiven Veränderungen mitgewirkt. Heute genießen die Röhls die Enkelkinder-Zeit mit Frida und Julius und freuen sich, dass die Kinder Sandra (geboren 1977, Physiotherapeutin) und Thomas (geboren 1982, Kieferorthopäde) ihren Weg gegangen sind.
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