MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ullrich und Hannelore Rudolph

„Fröhlichkeit ist nicht Flucht vor der Traurigkeit, sondern der Sieg über sie.“ (Gorch Fock)

Ullrich und Hannelore Rudolph

Ing. für Rohleitungsbau (FH)
Technische Zeichnerin
Dresdener Str. 1 b
04736 Waldheim
Fon: 034327 / 93487

1951 als Hannelore Lange und einzige Tochter einer Landwirte-Familie geboren, lernte sie in jungen Kindheitstagen kennen, was es bedeutete einen eigenen Hof am Laufen zu halten. Nicht nur, dass die Eltern kaum Zeit für sie hatten und sie vorwiegend bei den Großeltern aufwuchs, auch kleine Arbeiten musste sie oft mit verrichten. Einen Beruf in der Landwirtschaft zu ergreifen war für sie keine Überlegung wert. 10 Jahre besuchte sie die Schule (1958–1968), lernte danach den Beruf Technische Zeichnerin beim Mioba Industrieofenbau Böhringen. Die junge Facharbeiterin blieb im Betrieb bis 1973, lernte hier ihren Mann Ullrich kennen. Mit der Eheschließung 1973 verlegten die Eheleute ihren Wohnsitz nach Waldheim und konnten hier ein Haus beziehen, das der Schwiegervater erworben hatte um die Nebengebäude für seine Firma zu nutzen. Das uralte Haus bedurfte zwar eines umfassenden Aus- und Umbaus, doch das war eine Aufgabe der sich die jungen Leute gerne stellten. 1975 wurde Tochter Annett geboren (BWL studiert, Berufsschullehrerin, ein Kind). Hannelore Rudolph nahm die Arbeit in der Papierfabrik Kriebstein auf, arbeitete halbtags im Beruf bis 1994 (Zeichnungen für Ersatzteile / Betriebsmittelbau). Sie erlebte in diesem Betrieb die politische Wende in der DDR. Der ehemalige Besitzer aus Vorkriegszeit wurde neuer Investor und Eigentümer der Fabrik. Strukturveränderungen folgten. Hannelore Rudolph erhielt 1994 die Kündigung. 1985 hatte Ullrich Rudolph die Firma seines Vaters übernommen, war seither mit dem Klempnerbetrieb gewerblich tätig. Hannelore Rudolph hatte ihn von jeher im Büro unterstützt, übernahm nun halbtags Teilaufgaben dort. Ca. 15 Mitarbeiter beschäftigte das Unternehmen nach der Wende, „...es wollte ja jeder ein neues Bad haben...“ erzählt sie von der Aufbruchzeit. Der wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung tragend, wurde 1991/1992 ein neues Firmengebäude errichtet. Doch die Auftragslage änderte sich schleichend. 1998 waren die ersten Auswirkungen zu spüren, Reduzierungen waren nötig. Im Jahr 2012 verkaufte Ulrich Rudolph die Firma. Er spürte das Nachlassen seiner gesundheitlichen Kraft. 2013 erreichte er mit seiner Frau die Rente, konnte sie jedoch nur noch ½ Jahr genießen, bevor er verstarb. Nahezu parallel hatte Hannelore Rudolph damit die Arbeit und ihren Lebensgefährten verloren – eine schwere Zeit, denn beides war ein Stück Lebensinhalt. Dass ihre Tochter ortsansässig ist erleichtert das Ganze etwas, schützt vor Vereinsamung. Der Hof ihrer Eltern mit dem alten Wohnhaus und großem Garten ist heute die kleine Sommer-Oase zur Entspannung. „Man hat gesehen wie schnell es vorbei sein kann....“ begründet Hannelore Rudolph ihre Lebenseinstellung und Lebenslust. Etwas erreicht zu haben und zu erreichen, ist für sie Glück. Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit sind die ihr die wichtigsten und selbst auch eigenen Charaktereigenschaften. Ein schönes neues Haus mit einem schönen Gartengrundstück würde ihr gut gefallen. Doch leider ist ihre Zeit dafür zu fortgeschritten, denkt sie. Aber wer weiß schon was das Leben noch bereit hält. Schließlich hat sie eine Tochter und einen Enkel.....
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